Foto: s_bukley / Shutterstock.com

Wie sehen die Breaking Bad Zuschauerzahlen in USA und Europa aus?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:35
Wie die Zuschauerzahlen in den USA und Europa aussehen und wo die Serie mehr eingeschlagen hat, verrät Dir dieser Artikel.

Die Serie "Breaking Bad" handelt vom Chemielehrer Walter White, der kurz nach seinem 50. Geburtstag die niederschmetternde Diagnose Lungenkrebs im Endstadium erhält. Von nun an krempelt Walter sein Leben komplett um. Er nutzt seine Fähigkeiten und sein Wissen und wird zum besten Methamphetamin-Produzent im Süden der USA, verdient Millionen und wandelt sich vom spießigen Familienvater zum skrupellosen Gangsterboss. Wie die Zuschauerzahlen in den USA und Europa aussehen und wo die Serie mehr eingeschlagen hat, verrät Dir dieser Artikel.

Einschaltquoten in den USA

  • Die erste Staffel der Serie startete 2008 in den USA. Die Einschaltquoten waren anfangs recht bescheiden. Nur ca. 1,4 Millionen Leute verfolgten die erste Folge am 20. Januar 2008. Die Serie konnte die Zuschauerzahlen jedoch konstant halten.
  • Die dritte Staffel, die vom 10. März 2010 an in den USA ausgestrahlt wurde, hatte immerhin durchschnittlich 1,5 Millionen Zuschauer. Riesiges Lob bekam die Serie jedoch von Kritikern. Die Zeitschrift USA Today schrieb: "Breaking Bad" sei , "das Beste, was dem Fernsehen passieren konnte, seit "Die Sopranos". Zudem erhielt die Serie zahlreiche Auszeichnungen. Bryan Cranston wurde in den Jahren 2008-2010 dreimal hintereinander mit dem Emmy als bester Hauptdarsteller in einer Drama-Serie ausgezeichnet.
  • Staffel vier erreichte im Jahr 2011 immerhin durchschnittlich 1,9 Millionen Zuschauer. Einen richtigen Sprung machte jedoch die finale, fünfte Staffel der Serie. Diese wurde in zwei Teilen, im Herbst 2012 und im Sommer 2013 erstmals ausgestrahlt. Während das Finale von Teil 1 "nur" knapp 2,8 Millionen Zuschauer verfolgten, stieg die Quote im zweiten Teil der Finalstaffel stetig an.
  • 10,3 Millionen Menschen sahen am 29. September 2013 das Serienende und stellten damit einen neuen Zuschauerrekord auf. Viele Leute schalteten an diesem Tag überhaupt das erste Mal "Breaking Bad" ein. Der Hype fand seinen Höhepunkt, als die Serie Anfang 2014 auch noch mit zwei Golden Globes für Cranston als besten Hauptdarsteller und als beste Drama-Serie ausgezeichnet wurde.


Zuschauerzahlen in Europa

  • Schaut man über den großen Teich, bleibt vom "Breaking-Bad-Hype", zumindest was Fernsehzuschauer angeht, nicht viel übrig. Die Erstausstrahlungsrechte im Free-TV sicherte sich in Deutschland und Frankreich der Sender arte.
  • Doch die Quoten waren desaströs. Meist sahen weniger als eine Million Menschen die Rekordserie aus den USA.
  • Auch der Versuch des noch recht jungen Senders RTL Nitro, die Serie als Wiederholung auszustrahlen, scheiterte. Die Zuschauerzahlen lagen bei der Ausstrahlung der ersten Episode im nicht messbaren Bereich.
  • "Breaking Bad" ist damit jedoch nicht die erste Serie aus den USA, die in Europa und speziell in Deutschland scheitert. Aufwendig produzierte und komplexe Serien fristen im deutschen Free-TV häufig ein Schattendasein und werden auf ungünstige Sendeplätze verbannt oder nur von eher kleinen Sendern ausgestrahlt.
  • Zudem sind die in "Breaking Bad" gezeigten Themen wie Kriminalität und Drogen und der brutale Charakter der Serie, bei deutschen Zuschauern nur wenig gefragt.
  • Trotz allem besitzt die Serie auch hierzulande viele Fans. Diese greifen jedoch scheinbar eher zu den DVD-Boxen oder schauen im Internet, als sich die Serie klassisch im Fernsehen anzuschauen.

Kommentare