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Woher kommt die Redewendung "08/15"?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:51
Das ist doch 08/15! Nicht selten wird dieser Ausdruck verwendet.

Das ist doch 08/15! Nicht selten wird dieser Ausdruck verwendet, um etwas standarmäßiges bzw. nichts besonderes zu beschreiben. Wer aber weiß, wo der Begriff seinen Ursprung nahm? Dem ist leicht auf den Grund zu gehen; d.h. diese Geschichte ist doch 08/15!

Bevor aber der Ursprung der Redewendung beleuchtet wird, noch einige Kuriositäten im Bezug auf 08/15. 
Der Begriff bezeichnet den Titel eines deutschen Spielfilms aus dem Jahre 1954, der die Auflehnung von Rekruten der Armee, in der Zeit kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, gegen ihre Vorgesetzten zum Inhalt hat. 

Außerdem haben sich bereits mehrere Marken den Ausdruck 08/15 zu Eigen gemacht. Ob das werbewirksam ist, sei dahin gestellt.

Nun aber zum Ursprung der Redewendung 08/15. Sie geht auf den Ersten Weltkrieg zurück. Um genau zu sein, auf das Maschinengewehr, Du ahnst es bereits, MG08/15. Im Detail liefern sich drei Theorien einen Kampf um die Herkunft der Redewendung.

  1. Die deutschen Soldaten des Ersten Weltkrieges mussten täglich eine monotone Übung mit dem MG08/15 absolvieren. Die Erinnerungen daran, führten zu einer eindeutigen Bedeutung des Ausdrucks 08/15, die sich in eine alltägliche Beschreibung entwickelte. 
  2. Erwiesen ist, dass das MG08/15 das erste Gewehr war, das nach der DIN1, einen genormten Kegelstift im Verschluss hatte. Somit wurde der Begriff 08/15 zu einem Inbegriff von Standard.
  3. Die Qualität der MGs soll während des Krieges immer weiter abgenommen haben. Während das MG08 aus dem Jahr 1908 noch bestaunt wurde, war das MG15 aus dem Jahr 1915 nur noch uninteressanter Standard.

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