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Worum es bei der Kochshow 'The Taste' geht

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:32
Beim Sender Sat.1 gibt es seit einigen Wochen eine neue Kochshow.

Beim Sender Sat.1 gibt es seit einigen Wochen eine neue Kochshow, mit dem Namen „The Taste“. Man widmet sich bei der Show einem Sinn, welcher im Fernsehen schwer zu vermitteln ist. Denn es geht rein um den Geschmackssinn. Das Konzept stammt aus den Vereinigten Staaten. Auch in China lief schon eine Fassung. In Großbritannien soll die Show im nächsten Jahr laufen. Bei The Taste in Deutschland wird in sechs Folgen der beste Koch gesucht. Zehntausend Bewerber, bestehend aus Hausfrau, Hobbykoch, oder Profi haben sich bei The Taste beworben. 

Ablauf der Kochshow: 

Das Verfahren von The Taste erinnert an eine Casting-Show. Denn die Kandidaten haben eine Stunde Zeit und ein Budget von 50 Euro. Dabei müssen sie ihre Gerichte auf einem Löffel einer vierköpfigen Jury präsentieren. Diese besteht aus den Fernsehköchen:Tim Mälzer, Alexander Herrmann, Frank Rosin und Lea Linster. Die Löffel erhalten die Köche der Jury in einer Blindverkostung. Dabei wissen die Juroren auch nicht, ob ein Profi oder Amateur gekocht hat. Es wird nur anhand des Geschmackes entschieden, ob der Kandidat in das Team des Fernsehkoches aufgenommen wird oder nicht. Ihre Entscheidung geben sie mit einem Knopfdruck unter dem Tisch bekannt. Danach erscheint der Kandidat in dem Studio und darf sich die Bewertung anhören. Wenn mehrere Fernsehköche für ihn gevotet haben, darf er sich für ein Team entscheiden. 

Wie geht es weiter?

Bei den weiteren Folgen von The Taste werden die Kandidaten durch den Koch betreut und müssen zahlreiche Aufgaben erledigen. Es gibt am Ende wieder eine Blindverkostung, der schwächste Kandidat scheidet dabei immer aus. Der Sieger der Show erhält eine Prämie in Höhe von 100.000 Euro. 

Stärken der Show: 

Die vier Juroren von The Taste sind mehr oder weniger bekannte Gesichter aus dem Fernsehen. Vor allem Frank Rosin und Tim Mälzer versuchen die Show durch ihre gegenseitigen Neckereien zu unterhalten. Die Kandidaten werden nicht automatisch in eine Schublade gesteckt, da die Verkostung anonym ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Kandidaten von den prominenten Köchen viel lernen können.

Schwächen der Show:

Die fachlichen Kommentare zu den Löffelgerichten fallen meist sehr karg aus. Die Geschmackseindrücke werden dem Zuschauer gegenüber nicht nachvollziehbar geschildert. Dies liegt auch daran, dass man unbedingt die Gerichte auf einem Löffel angerichtet haben möchte. Von nur wenigen Köchen kann ein richtiges Löffelgericht realisiert werden. Leider leidet die Show etwas daran. Der Geschmack kann von den Juroren nicht richtig beschrieben werden. Das eigentliche Kochen wird bei The Taste nicht live übertagen, sondern lediglich kurz zusammengefasst. Die Kandidaten wirken wie perfekt für die Show ausgesucht. Von der Hausfrau, über den tätowierten Bösewicht, bis hin zu den Exoten. Auch die drei Stunden Sendezeit sind für den einen oder anderen Zuschauer vielleicht ein wenig zu lang und er wird damit zu sehr strapaziert. Die berühmten TV-Köche wirken manchmal ein wenig neben der Spur und scheinen den Sinn der Show aus den Augen verloren zu haben. Denn es geht um den kulinarischen Genuss.

 

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