Foto: Shutterstock.com

Avocadobaum züchten? - So geht's

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 13:43
Der Avocadobaum gehört zur Familie der Lorbeergewächse und kann in der Natur...

Ein mexikanischer Baum mit Alligatorbirnen:
Der Avocadobaum gehört zur Familie der Lorbeergewächse und kann in der Natur eine Höhe von fünfzehn Metern und mehr erreichen. Die Pflanze kann aus den Kernen der Frucht aufgezogen werden.

  • der Avocadosamen verträgt keine pralle Sonne
  • exotische Pflanzen lieben zu viel Nässe nicht
  • ins Freie darf die Pflanze nur bei hochsommerlichen Temperaturen
  • Stamm, Blätter, Früchte und Samen enthalten Persin, das auf Tiere toxische Wirkung hat
  • Avocados sind nicht nur lecker sondern auch sehr gesund. Obwohl die Beere (keine Frucht!) als extrem fetthaltig gilt (bis zu 30% Fettgehalt) ist sie gesund. Das liegt an den vorwiegend ungesättigten Fettsäuren. Ausserdem enthält die Avocado viele Vitamine und Mineralstoffe. Besonders lecker sind Brotaustriche wie zum Beispiel die mexikanische Guacamole.

Für die Vermehrung aus den Samen wird, je nach Zuchtmethode, benötigt:

  • Blumentopf mit Torfgemisch oder spezieller Anzuchterde / Wasserglas
  • Kerne einer reifen Frucht
  • Abdeckfolie / Zahnstocher und ein Tuch
  • Wasser zum Angießen
  • einen hellen, geschützten Platz / einen dunklen Ort mit etwa 20 Grad Celsius
  • Zeit und Geduld

Für die weitere Aufzucht des Triebes wird weiters noch Folgendes gebraucht:

  • magere, durchlässige Blumenerde mit hohem Sandanteil
  • ein sonniger Platz im Zimmer oder einem Gewächshaus
  • eine Temperatur über fünfzehn Grad Celsius
  • organischen Dünger

Um einen Avocadokern zum Austreiben zu bringen, gibt es zwei verschiedene Methoden. 
1) Aufzucht im Pflanzensubstrat:

  1. Der Kern wird mit dem flachen Ende in ein Aufzuchtgefäss mit Pflanzensubstrat gesteckt werden, wobei der obere Teil unbedeckt bleibt. 
  2. Nach reichlichem Angießen wird das Gefäß mit Folie abgedeckt und an einen hellen, warmen, aber vor direkter Sonneneinstrahlung geschützten Platz gestellt. 
  3. Nach etwa einem Monat Wartezeit zerspringt der Kern und beginnt zu keimen. 
  4. Die Folie kann nach der Entstehung der ersten Blättchen entfernt werden. 

 

2) Aufzucht im Wasser:

  1. Soll der Kern direkt im Wasser zum Keimen gebracht werden, wird er einer Vorbehandlung unterzogen. Nach der Reinigung des Samens werden drei Zahnstocher vorsichtig in den oberen Teil des Kerns gesteckt.
  2. In einem gefüllten Wasserglas stützen die Zahnstocher, sodass die Spitze des Kerns nicht im Wasser versinkt. 
  3. Steht das Glas an einem warmen, dunklen Ort, bildet sich nach einigen Wochen ein Spross. Das Glas wird mit einem Tuch als Sonnenschutz umwickelt und an einem hellen Ort gebracht. 
  4. Nach Ausbildung eines Wurzelballens, der das Glas ausfüllt, kann das Pflänzchen in Pflanzensubstrat eingesetzt werden.

Kommentare