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Brunnen bohren - Die Kosten richtig berechnen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:54
Eigenes Wasser, das nicht mehr über die teure Wasseruhr laufen muss.

Ein eigener Brunnen im Garten hinter dem Haus. Sicher hast auch Du schon einmal darüber nachgedacht und die daraus erwachsenden Vorteile berechnet. Eigenes Wasser, das nicht mehr über die teure Wasseruhr laufen muss – und überhaupt! Ist auch was für das Auge, abgesehen von all den anderen Vorteilen. Oder?

  • Bevor wir jedoch zur Tat schreiten und uns einen Brunnen bohren beziehungsweise bohren lassen, sollten wir uns über die anfallenden Kosten Gedanken machen.
  • Zunächst musst Du einmal wissen, welche Art von Brunnen Du Dir anlegen möchtest. Einen sogenannten 'gerammten' oder einen 'gebohrten' Brunnen.

Gerammter Brunnen:

  • Beim Rammen wird, wie der Name bereits sagt, ein stählernes, spitzes Rohr in den Boden gerammt.
  • Ein 'Rammbrunnen' ist allerdings nicht für die Versorgung mit Trinkwasser geeignet. Außerdem sollte der Boden eine lockere Gesteinsschicht aufweisen, welche auch noch hoch wasserführend ist.
  • Diese Art Brunnen ist eher geeignet, um eine Handpumpe oder Elektropumpe zu betreiben.

 

Gebohrter Brunnen:

  • Beim gebohrten Brunnen kannst Du Dir die 'Knochenarbeit' selbst auferlegen und mithilfe einfacher Mittel das 'Brunnenloch' ausschachten. Ich empfehle jedoch die Hinzuziehung eines Fachbetriebes, da mithilfe eines kleinen Dreibocks die notwendigen Bohrrohre wohl kaum gezogen werden können.
  • Beim gebohrten Brunnen wird durch drehende Bewegung ein Stahlrohr in den Boden gebracht, wo mit Hilfe von speziellen Werkzeugen das Bohrgut aus dem Rohr gebracht wird.
  • Ist man in der wasserführenden Bodenschicht angelangt, wird ein 'Filterrohr' gesetzt. Es finden außerdem mehrere 'Spülungen' statt, welchen Aufwand man in die Kostenrechnung ebenfalls einbeziehen sollte.


Kostenrechnung:

  1. Zunächst einmal steht natürlich der Zeit- und Materialaufwand fest. Du solltest Dich also vorab erkundigen, in welcher Tiefe in Deiner Nachbarschaft das Grundwasser zu finden ist, sowohl als mit welchen eventuellen Problemen bei einer Bohrung zu rechnen ist. (Gesteinsschicht usw.) 
  2. Erst dann kannst Du in Erfahrung bringen, was eine Bohrfirma als Pauschale für diese gewünschte Tiefe verlangt.
  3. Andernfalls erkundige Dich nach den Kosten pro Bohrmeter inklusive Filterrohr und der anderen Arbeiten.
  4. Weitere Kosten werden entstehen, bei der schließlichen Anschaffung des von Dir gewünschten Brunnens.
  5. Bei einem mittleren Grundstück mit viel Garten wirst Du die Kosten durch das nun kostenfreie Wasser in etwa drei bis fünf Jahren wieder herein geholt haben und Deinen neuen Brunnen umso mehr genießen können.

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