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Das Holzhaus als CO2-Speicher

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:37
Der Holzbau liegt momentan voll im Trend.
Kein Wunder, bringt diese Variante doch einige Vorteile mit sich.

 

Einer der wichtigsten ist zweifelsohne die Langzeit-Speicherfunktion des Holzes. Lebensnotwendiger Sauerstoff wird an die Umwelt abgegeben und Kohlenstoff langfristig gebunden. Und dies ist so lange der Fall, bis das Holz verbrannt wird oder verrottet. Holzhäuser sind also wie ein zweiter Wald zu betrachten.


Ein bewirtschafteter Wald, dessen Bestand weiterverarbeitet wird, ist also der effizienteste CO2-Speicher überhaupt. Da das Holz nicht von selbst verrottet, sondern über einen langen Zeitraum hinweg stofflich verwendet werden kann, bleibt der Kohlenstoff tonnenweise gebunden und kann noch dazu am Ende der Verwendungsdauer energetisch verwertet werden.

Der Bau eines Holzhauses ist aktiver Klimaschutz

Genau aus diesem Grund schützt jeder, der ein Holzhaus baut, aktiv unser Klima. Faustregel: 1 Kubikmeter Holz entlastet die Erdatmosphäre um eine ganze Tonne CO2.

 

Verbautes Holz garantiert, dass Kohlenstoff dauerhaft und unschädlich unter Verschluss bleibt.

 

Außerdem ersetzt Holz weitaus CO2-intensivere Baustoffe. Bei der Produktion dieser würden zusätzliche CO2-Emissionen anfallen, die mit Holz weitgehend vermieden werden können. Holz hat übrigens einen äußerst kleinen ökologischen Fußabdruck. Kein anderer Baustoff benötigt nämlich zur Herstellung - das umfasst Ernte und Bearbeitung genauso, wie den Transport - weniger Energie.

 

Holz ist langlebig

Je länger Holz verwendet wird, desto länger kann  durch die Speicherfunktion auch ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. In diesem Zusammenhang ist die natürliche Widerstandsfähigkeit des Holzes zu erwähnen. Es gibt historische Holzbauten, die zum Teil weit über 300 Jahre alt und dennoch nach wie vor bewohnbar sind.

 

Wichtig ist hier auch die Konstruktion. Wird diese smart und professionell umgesetzt, kann die Verwendungsdauer des Holz-Baustoffs zusätzlich verlängert werden. Hier ist Rat und Tat von Fachleuten absolut zu empfehlen.



Holzbau ist Schnellbau

Neben der vorteilhaften CO2-Bilanz kann die Holzbauweise auch hinsichtlich des Zeitfaktors punkten. Ganze Gebäudehüllen lassen sich so innerhalb einiger Tage auf die Beine stellen. Vorgefertigte Teile und rationale Fertigung machen es möglich.

Holzhäuser haben also zahlreiche Vorteile gegenüber der klassischen Massivbauweise. Allerdings gibt es auch innerhalb des Holzbaus die Möglichkeit des Massivbaus. Die Blockbohlenbauweise sowie die Brettstapelbauweise fallen in diese Kategorie, während man den Holzrahmenbau, den Holztafelbau sowie den Holzskelettbau der Leichtbauweise zurechnen kann.

 

Fazit

Verarbeitetes Holz kann Kohlenstoff dauerhaft und unschädlich binden. Wer auf Holzhäuser setzt, der baut sozusagen einen “zweiten Wald” mit auf und leistet einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Der vielzitierte Slogan “Holz ist genial” hat insofern durchaus seine Berechtigung.

 

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