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Das Wetter selbst deuten - So kann es klappen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:26
Etwa 67% der Bauernregeln gelten als zuverlässig - ob sie zutreffen oder nicht, ist daher kein purer Zufall, aber es gibt auch zuverlässigere Indizien, um

"Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich's Wetter oder es bleibt, wie es ist". Da dieser Spruch immer wahr ist, ist er eher ein Beispiel für die sprichwörtliche Bauernschläue statt für die Vielzahl an Bauernregeln, denen viele Menschen folgen, um das Wetter selbst deuten zu können. Etwa 67% der Bauernregeln gelten als zuverlässig - ob sie zutreffen oder nicht, ist daher kein purer Zufall, aber es gibt auch zuverlässigere Indizien, um das Wetter für die nächsten Tage vorauszusagen oder zu prognostizieren, wie Sommer und Winter verlaufen werden. Sie alle haben gemein, dass sie auf der genauen Beobachtung der Natur beruhen.

Wetter deuten - Anhaltspunkte

Das Wetter selbst deuten: Wolken und Tau, Nebel und Rauch
Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist ein sicheres Indiz für baldigen Regen. Daher lässt sich an den Wolken ablesen, wie das Wetter in den kommenden Tagen wird. Als Faustregel gilt dabei: Je dichter die Wolken, desto höher die Regenwahrscheinlichkeit und desto mehr Niederschlag. Im Übrigen trifft dies auch auf die Kondensstreifen von Flugzeugen zu. Ein wolkenloser blauer Himmel jedoch bedeutet, dass das Wetter die nächsten Tage beständig bleibt - es sei denn, es weht kein starker Wind, denn dieser bringt immer eine Veränderung des Wetters mit sich.
An heißen Tagen ist die Bildung von Tau auf Gräsern und anderen Pflanzen ein sicheres Indiz für sonniges und warmes Klima. Verdampft er jedoch nicht im Laufe des Mittags, wird das Wetter schlechter. Ähnlich verhält es sich mit Nebel: Steigt er auf, wird es Regen geben, sackt er nach unten, herrscht sonniges Wetter.
Auch Rauch ist ein Indikator für das Wetter. Vorsicht ist geboten, denn im Vergleich zum Nebel verhält es sich hier umgekehrt: Aufsteigender Rauch bedeutet gutes Wetter, sich absenkender Rauch hingegen kündigt Regen an.

Das Wetter selbst deuten: Bäume und Pflanzen
Wasser in Form von Niederschlag und Sonne sind zwei sehr wichtige Faktoren für das Gedeihen von Pflanzen. Daher reagieren sie je nach Wetterlage auf ihre Umwelt, was sich beobachten und deuten lässt. Geschlossene Tannenzapfen etwa bedeuten hohe Luftfeuchtigkeit und kündigen Regen an und je mehr Früchte Bäume und Sträucher im Herbst abwerfen, desto harscher wird der Winter werden. Bleibt das Laub lange an den Bäumen, folgt ein kalter, strenger Winter. Fällt das Laub rasch, wird bald darauf ein langer Winter einbrechen.

Das Wetter selbst deuten: Tierbeobachtung
Insbesondere Insekten und Vögel sind sehr wetterfühlig. Sie müssen es sein, um zu überleben. Daher ziehen sich fliegende Insekten unter schützende Pflanzenblätter zurück, wenn sich Regen ankündigt, und Bodenbewohner wie Ameisen und Spinnen suchen höher gelegene Gegenden auf. Vögel, die sich von Insekten ernähren, folgen ihnen - Schwalben in Bodennähe sind daher ein sicheres Indiz für kommenden Regen.
Die Abreise von Zugvögeln, die in wärmeren Gefilden überwintern, lässt Rückschlüsse auf den ungefähren Beginn des Winters zu.

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