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Den Keller vor Hochwasser schützen - So geht's

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:25
Wie man den Keller vor Hochwasser schützen kann.

Den Keller vor Hochwasser schützen: Wie war das damals bei uns? Wir wohnen nicht am Meer, und wir wohnen nicht am Fluss, auch nicht an einem See, sondern ganz artig und normal wie Pik-7 irgendwo im treudeutschen Niedersachsen, ungefähr 40 m über N.N.; was soll da schon passieren? Und trotzdem müssen wir unseren Keller vor Hochwasser schützen.

Kellerschutz bei Hochwasser

Die Wetterlage?

Denn es gibt an jedem Ort immer mal wieder besondere Wetterlagen, die sehr dazu motivieren, den Keller vor Hochwasser zu schützen, z. B. wenn im Sommer Kaltfront auf Warmfront trifft, die Atmosphäre ist vollgepumpt mit Energie vom vergangenen Dutzend schwül-heißer Tage und die Hagelkörner werden im Ursog der 25 km hohen Gewittertürme immer wieder neu von unten nach oben geschleudert, um sich mit immer noch mehr neuen Eisschichten zu umlagern bis die Faustgröße so deutlich überschritten ist, dass der Kamineffekt sie auf ihrem terroristischen Tun nach unten nicht mehr zu bremsen vermag, und dann kommen sie zu abertausenden die eiskalten Fußbälle. Spätestens dann tut man sehr gut daran, seinen Keller vor Hochwasser zu schützen.



So konzentriert geschehen in einer Schneise beschaulicher, unschuldiger Rundlingsdörfchen im Wendland der 1990er Jahre, dort, wo so viele böse Menschen immer wieder gegen den Fortschritt der Atomkraft demonstrieren und unsere Republik zurück in die Barbarei stürzen wollen. Vielleicht eine gerechte Gottesstrafe ?

Wie dem auch sei, die dort zum Teil sehr tonigen Böden konnten die so schnell herabstürzenden Wassermassen nicht aufnehmen; sie flossen oberflächlich ab in dafür eigens neu gegründeten Flussbetten, und jene Häuser, die zufällig auf der Gradientlinie eines dieser neuen sibirischen Ströme stand, hatte ganz schnell einen vollen Keller. So viel also zur Notwendigkeit, seinen Keller vor Hochwasser zu schützen.

Ein echter Kick?
Das muss man mal erlebt haben, ein echter Kick, wenn man da steht mit seinen Eimerchen und Läppchen und versucht, die rechte Ecke des linken Kellerfensters davon zu überzeugen, nicht ganz so viel Wasser ganz so schnell herein zu lassen, und die Ehefrau versucht eine ganz ähnliche Aktion in irgendeinem anderen Zimmer 8 m weiter. Nach spätestens 7 Minuten schauen sich beide nassen Liebenden nur noch verschhmitzt an und platzen dann los in ein nicht enden wollendes hysterisches Lachen.

Seit dem wir vor allen Kellerfenstern einen ausreichend hohen Sims aus hübschen Natursteinen der Region zementiert haben, ist uns dies Gott sei Dank nicht mehr passiert. Teuer war das nicht, aber ein bisschen mühsam schon. Für die (untere) Kellertür haben wir mehr als ausreichend viele Sandsäcke griffbereit vorbereitet. In der Nähe unserer Gemeinde gibt es eine Sandkuhle (Endmoräne wegen der postglazialen Geologie dort), in der sich jeder Bürger mit (Streu)Sand versorgen darf. Wer solche Möglichkeit nicht hat, kann sich Sand in der nächsten Baustoffhandlung im Vorfeld des nächsten Notfalls besorgen.

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