Foto: Shutterstock.com

Der CO2-Fußabdruck: Darum ist Holz genial

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:36
Warum Holz so genial ist.

Alles was wir tun, jede einzelne Handlung, hat Auswirkungen auf unsere Erde. Wie stark diese Auswirkung auf das Klima ist, wird vom sogenannten CO2-Fußabdruck gemessen.

 

Unser aller Ziel sollte es sein, diesen CO2-Fußbadruck möglichst gering zu halten. Das gilt für Einzelpersonen, genauso wie für Unternehmen, ganze Branchen oder Nationen.


In diesem Beitrag erfahren Sie, wie sich der CO2-Fußabdruck im Detail zusammensetzt, wie man ihn selbst berechnen kann und welche besondere Rolle der Baustoff Holz dabei spielt.

Die chemische Verbindung

CO2 ist eine chemische Verbindung. Genauer gesagt aus Sauerstoff und Kohlenstoff - was in weiterer Folge Kohlendioxid ergibt. Unbrennbar, farb- und geruchsneutral sowie ein natürlicher Bestandteil unserer Atemluft (wenn auch nur zu etwa 0,040 Prozent). CO2 entsteht bei der Verbrennung von allen Substanzen, die Kohlenstoff enthalten. Aber auch im Organismus der Lebewesen - beispielsweise bei der Atmung.

 

Kohlendioxid ist ein Treibhausgas und kann zur Erderwärmung beitragen. Das ist prinzipiell eine gute Sache; ohne den natürlichen Treibhauseffekt hätte es auf der Erde wohl ständig Minusgrade, was nicht gerade lebensfreundliche Bedingungen wären.

 

Allerdings ist es umso problematischer, wenn das natürliche Gleichgewicht ins Wanken gerät und die Menge an CO2 zu hoch wird. Die daraus resultierende steigende Durchschnittstemperatur auf der Erde verursacht Unannehmlichkeiten wie steigende Meerespiegel, Gletscherschmälze, oder veränderte Niederschlagsmengen.



Holz ist genial: Bäume als CO2-Speicher

Bäume entziehen der Luft beim Wachsen Kohlendioxid. Der Kohlenstoff wird dabei im Holz gespeichert und der Sauerstoff an die Umwelt abgegeben. Der Baum atmet also sozusagen umgekehrt und deckt einen riesigen Anteil des Sauerstoffbedarfs.

 

Dieser gebundene Kohlenstoff kann im Holz so lange gebunden werden, bis es verbrannt wird, oder zu verrotten beginnt. Und hier kommt der Clou: Wird der Baum nun aus dem Wald entnommen und als Baustoff, beispielsweise für Holzhäuser, verwendet, so bleibt der Kohlenstoff langfristig im Holz gespeichert und wird nicht an die Umwelt abgegeben. Das Holzhaus fungiert also quasi als CO2-Speicher, was enorm positive Auswirkungen auf die Umwelt hat. Anstelle der verarbeiteten Bäume können neue gepflanzt werden, die dann wiederum Sauerstoff an die Umwelt abgeben werden. Genial eben!

 

Lange Nutzungsdauer für Holz anstreben

Um den Kohlenstoff auch wirklich lange zu binden, muss also der Lebenszyklus von Holz als Baustoff möglichst lange aufrecht erhalten werden. Zum Beispiel kann altes Holz als Altholzboden weiterverwendet werden. Erst wenn wirklich keine stoffliche Verwendung mehr möglich ist, sollte Holz der Energieproduktion zugeführt werden. In Österreich werden allein in Holzhäusern rund 1,5 Millionen Tonnen an CO2 gespeichert.



Vorteile von Holz als Baustoff liegen auf der Hand

Die Bauindustrie an sich hat einen besonders großen ökologischen Fußabdruck. Soll heißen: Es wird ein beträchtlicher Teil der weltweiten CO2-Emissionen dadurch verursacht. Durch die verstärkte Verwendung von Holz als Baustoff, kann dem entgegengewirkt werden.

 

Auch hinsichtlich der Ressourcen-Frage kann Holz weiter punkten. Heimisches Holz ist in ausreichendem Maße vorhanden und es reproduziert sich quasi von selbst. Es ist leichter als andere Baumaterialen und daher kann pro Transport mehr geladen werden. Für andere Materialen, wie Stahl oder Ziegel, sind mehr Fahrten notwendig. Kein etablierter Baustoff benötigt für die Entstehung weniger Energie als Holz. Energieaufwand fällt bei Holz hauptsächlich bei der Trocknung und Weiterverarbeitung an, wobei die Energie hier oft aus Biomasse-Kraftwerken gewonnen wird.

 

 

Niedriger CO2-Fußabdruck

Die genannten Benefits sorgen für einen äußerst kleinen CO2-Footprint für den Baustoff Holz. Wie schon angesprochen kann auch jede Einzelperson einen individuellen CO2-Fußabdruck abschätzen. Am besten funktioniert das mit Online-Kalkulatoren im Internet. Das Lebensministerium bietet einen Fußabdruck-Rechner für Österreich an. Hier können Sie errechnen lassen, wie groß Ihr ökologischer Fußabdruck ist und wie er im Vergleich zum Durchschnittsbürger bemessen ist.

Kommentare