Foto: Shutterstock.com

Der Zusammenhang zwischen Smog in Städten und dem Wetter

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:36
Inzwischen ist es wissenschaftlich nachgewiesen, dass es einen Zusammenhang von Smog und Wetter gibt.
Aber es wirken auch noch andere Faktoren bei der Entstehung von Smog mit. Dazu zählen zum Beispiel topografische Besonderheiten und regionaltypische Arten der Beheizung, oder eine örtliche Konzentration von Unternehmen aus der Energiebranch und/oder der chemischen Industrie.

Was versteht man unter Smog genau?

Als Smog wird eine Dunstglocke über Großstädten bezeichnet. Sie kann trockener und feuchter Natur sein. Stoffe wie Rußpartikel, Staub, Schwefeldioxid und Kohlenmonoxid machen die Hauptbestandteile von Smog aus. Sie konzentrieren sich einerseits bei Windstille und andererseits bei Inversionswetterlagen über ihren Ursprungsorten. Ursache dafür ist, dass sich die Luft über den Großstädten erwärmt. Bei einer Inversionswetterlage sind die unteren Luftschichten kühler, als die darüber befindlichen Schichten. Erwärmte Luft sollte nach den allgemeinen physikalischen Grundsätzen nach oben steigen, woran sie jedoch bei Inversionswetterlage gehindert wird und sich deshalb als Smogwolke über der Stadt sammelt.

Der Wintersmog ist typisch für Deutschland

Meist entsteht Smog vor allem in den Städten, in denen es noch viele Gebäude gibt, die mit klassischen Öfen beheizt werden. Auch ein hohes Verkehrsaufkommen und die dadurch verursachten Abgase, sind mit für die Entstehung von Smog verantwortlich. Wie sich der Zusammenhang von Smog und Wetter gekoppelt mit der Konzentration von Unternehmen mit hohem Energiebedarf auswirkt, wurde im Jahr 1985 im Ruhrgebiet in Deutschland deutlich. Damals gab es erstmals einen Smogalarm der dritten Stufe.

Sommersmog – typisch für Städte wie Los Angeles

Der Sommersmog spiegelt einen ganz besonderen Zusammenhang von Smog und Wetter wieder. Er wird deshalb Sommersmog genannt, weil die erhöhte Intensität der Sonneneinstrahlung bei der Entstehung eine wichtige Rolle spielt. Die UV-Strahlung bringt einige Stoffe wie Wasserstoffperoxide, Stickoxide und Kohlenmonoxid dazu, so genannte Photooxidantien zu bilden, zu denen auch das gefürchtete Ozon gehört. Der aufsteigende Staub aus den Städten wird durch die Sonnenstrahlung erwärmt, was zu einem ähnlichen Phänomen wie der Inversionswetterlage führt. Bei Los Angeles kommt noch die Besonderheit hinzu, dass die Stadt von mehreren Seiten von Gebirgen eingeschlossen ist. Kommt im Sommer der Wind von der Landseite, schiebt er noch dazu die heiße Luft aus der Mojave-Wüste über die Stadt.

Haze – eine weitere Sonderform beim Smog

Auch die Haze genannten Dunstglocken werden unter dem Begriff Smog subsummiert. Hier gibt es aber keinen unmittelbaren Zusammenhang mit dem Wettergeschehen. Haze entsteht durch die Auswirkung von flächigen Waldbränden im Umfeld großer Städte. Die Rauchwolken werden vom Wind über die Städte geschoben. Sind sie in Windrichtung von Gebirgen umgeben, können die Dunstglocken nicht so schnell abziehen, wie der Wind Nachschub an Schadstoffen bringt. Inzwischen ist mit dem ASEA Agreement on Transboundary Haze Pollution ein internationales Präventionsprogramm zur Verhinderung von Hazes geschaffen worden.

Kommentare