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Die Eisheiligen - Wie nutzt man die alte Bauernregel?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:53
Der Kälteeinbruch im Frühling, meist etwa zwischen dem 21. und 23. Mai.

Die Eisheiligen oder so genannten "gestrengen Herren", das sind die Heiligen Mamertus (11.5.), Pancratius (12.5.), Servatius (13.5.), Bonifatius (14.5.) und Sophie (15.5.). Ursprünglich war das Wetter um deren Gedenktage vergleichsweise schlecht, häufig traten Nachtfröste auf, was ihnen den Namen "Eisheilige" einbrachte. Allerdings stimmen die Gedenktage heute nicht mehr mit dem Auftreten der Wetterumschwünge überein. Die gregorianische Kalenderreform von 1582 brachte eine Verschiebung mit sich, so dass der Kälteeinbruch heute meist in etwa zwischen dem 21. und 23. Mai vorkommt.

Wie kann man sich auf die Eisheiligen vorbereiten?

  1. Meteorologisch kann man sich natürlich nicht auf dieses Datum festlegen, auch gibt es regional deutliche Unterschiede. 
  2. Eine gewisse Regelmäßigkeit ist aber nicht von der Hand zu weisen, und diese nutzen Bauern und Hobbygärtner seit Jahrhunderten. 
  3. So werden empfindliche Sämereien und Sommerblumen erst ab Mitte Mai ausgebracht, um ein Erfrieren der jungen Pflanzen zu vermeiden. 
  4. Auch ein Abdecken von Beeten mit Zweigen kann hilfreich sein. 


Welche Pflanzen sind besonderes empfindlich?

  1. Von Frost häufig betroffene Gewächse sind Nutzpflanzen wie Blattsalate, Radieschen, Zwiebeln, Tomaten, Gurken, Zucchini oder Bohnen. 
  2. Aber auch Zierpflanzen wie Pelargonien, Begonien, Margariten, Dahlien und Fisolen reagieren empfindlich auf Frost und sollten, wenn man nicht gerade in geschützten Gegenden bspw. in Städten lebt, erst nach Abklingen der Eisheiligen ausgesät werden. 
  3. Natürlich bietet diese Regel keinen Schutz vor einem späteren Erfrieren der Pflanzen, denn es kommen ja noch Hunds- und Schafskälte …

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