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Die Entstehung von Tornados

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:26
Die genauen Ursachen für die Entstehung von Tornados beschäftigen die Forscher schon lange.

Die genauen Ursachen für die Entstehung von Tornados beschäftigen die Forscher schon lange. Der Tornado ist ein Wirbelsturm, der vorwiegend im Mittelwesten Amerikas auftritt, wo er aufgrund seiner Geschwindigkeit oft verheerende Verwüstungen anrichtet und zahlreiche Menschen vor allem durch zusammenstürzende Häuser und umherfliegende Trümmerteile zu Tode kommen. Auch in Europa kommen diese Wirbelstürme vor, die jedoch meistens so schwach sind, dass man sie kaum bemerkt. Einen Tornado nennt man auch Windhose, über einer Wasserfläche wird er als Wasserhose bezeichnet.

Wissenswertes

Wissenswertes, Zahlen und Fakten:
In den USA werden jährlich etwa 1.200 Tornados beobachtet, die Hälfte davon in Texas, Kansas, Nebraska sowie Oklahoma entlang der sogenannten „Tornado Alley“, der Tornado Allee. Zum Vergleich: In Österreich werden jährlich im Schnitt drei bis fünf Wirbelstürme beobachtet. Im Schnitt sterben in den USA jedes Jahr mehr als 40 Menschen. Die Schäden gehen nach jedem schweren Wirbelsturm in die Millionen, 1975 wurden in Nebraska Schäden in Höhe von mehr als 1,1 Mrd. US$ verursacht.
Ein Tornado kann durch seine enorme Windgeschwindigkeit Autos und Lkw´s durch die Gegend schleudern und ganze Häuser, die in den USA meist aus Holz gebaut sind, zerlegen. Häufig werden durch ihn ganze Stadtviertel komplett zerstört. Wenn der Aufwind des Wirbelsturms Tiere z. B. an einem See erfasst, kann es plötzlich Frösche oder Enten „regnen“.

Entstehung
Die Entstehung von Tornados wird in der Regel im Frühsommer über dem Festland genau dort beobachtet, wo es Gewitter gibt. Unter einer großen Gewitterwolke steigt warme Luft spiralenförmig nach oben. Die Drehbewegung wird mit der Zeit immer schneller. Die aufsteigende Warmluft kondensiert an Schmutzpartikeln, so dass der für Tornados typische trichterartige Schlauch sichtbar wird. Dieser rotiert mit hoher Geschwindigkeit so lange nach unten, bis er den Erdboden berührt. Durch die starke Rotation mit immensen Geschwindigkeiten bewegt sich der Tornado zusätzlich mit bis zu 90 km/h fort. Im Tornadoinneren herrschen Abwinde, während im Wolkenschlauch Aufwinde vorliegen. Berührt der Schlauch den Boden, reist er durch den entstandenen Sog alles mit sich in die Höhe. Schwächt der Wirbelsturm sich ab, fällt alles wieder herab. Wirbelstürme können Rotations- bzw. Windgeschwindigkeiten bis zu 500 km/h und vermutlich auch noch mehr erreichen. Je nach Windgeschwindigkeit wird der Tornado in verschiedene Klassen eingeteilt. Hierzu wird die Fujita-Skala verwendet. Sie reicht von F0 als schwächste Klasse bis F6. F6 wurde in der Realität noch nicht beobachtet bzw. gemessen. Direkte Messungen sind in der Regel schwierig, da Messgeräte bei diesen Messungen häufig zerstört werden. Daher wird die Stärke meist anhand der angerichteten Schäden geschätzt.

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