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Extreme Wetterzustände - Wie entstehen sie?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:26
Extreme Wetterzustände rings um den Globus sind immer wieder in den Medien.
Anhaltende Hitze und Dürre lässt die Ernten verdorren und Waldbrände aufflammen, verheerende Hochwasser zerstören ganze Regionen, heftigste Regengüsse, Wirbelstürme, Hagel, Schnee und Eis richten riesige Schäden an. Wenn das Wetter ernst macht, sind auch wir modernen Menschen mit all unserem Wissen und unserer Technik ziemlich hilflos.

Wann spricht die Wissenschaft von extremen Wetterzuständen?

Im allgemeinen wird von extremen Wetterzuständen immer dann gesprochen, wenn das Wetter sich signifikant anders zeigt, als im langjährigen Durchschnitt. Deshalb sind extreme Wetterzustände auch nicht überall gleich. Plus vierzig Grad Celsius sind in der Sahara nicht extrem, in Wien oder Salzburg aber schon. Hurrikane oder Wirbelstürme entstehen zu bestimmten Jahreszeiten in den Tropen immer wieder und es ist auch nicht außergewöhnlich, dass sie über den Atlantik rasen und auf die amerikanische Küste treffen, aber Monsterstürme wie "Karina", der 2005 New Orleans und die angrenzende Küste verwüstete und mehr als 2000 Menschenleben forderte, oder "Sandy, der 2012 New York und Jersey mit großer Wucht traf, sind extreme Ausnahmen.

Entstehen extreme Wetterzustände durch den Klimawandel?

Es gibt verschiedene Ursachen für das Auftreten extremer Wetterzustände. Viele Wissenschaftler gehen davon aus, dass die durch die Erderwärmung entstehenden klimatischen Veränderungen, zumindest eine der Ursachen sind. Allerdings lässt sich der Zusamenhang nicht einfach herstellen. Schließlich hat es auch in der Vergangenheit Wetter-Extreme gegeben und außerdem lasssn sich Klimaveränderungen und eventuell damit im Zusammenhang stehende Wetterphänomene nur über lange Zeiträume statistisch erfassen. 2010 bis und 2012 waren rein wettertechnisch betrachtet, verheerende Jahre mit großen Dürren , verheerenden Überschwemmungen, extremer Hitze und Kälte. Aber für sichere Prognosen reichen drei Jahre keinesfalls aus. Was Wissenschaftler aber schon wissen, ist folgendes:

  • Die Muster der Luftbewegungen rund um die Erdkugel verändern sich. In den gemäßigten mittleren Breiten wandern Luftströme wie große Wellen um den Planeten und oszillieren zwischen den Tropen und der Arktis.
  • Beim Aufschwingen saugen sie warme Luft aus den Tropen nach Europa, beim Abschwingen kalte aus der Arktis. Während verschiedener Extrem-Wetterlagen der vergangenen Jahre schwangen die palnetarischen Wellen gar nicht sondern blieben Wochen lang praktisch an Ort und Stelle. Das bedeutete Hitze auf der einen, extreme Kälte auf der anderen Seite.
  • Ähnliche Wetterphänomene kennen wir aus dem Pazifikraum, Südamerika und Südostasien, wo "El Niño" in manchen Jahren zur völligen Umkehr des normalen Wetterverlaufes führt. Ob die Phänomene allein vom Menschen gemacht oder astronomisch und geologisch bedingt sind, daran wird die Wissenschaft noch lange forschen müssen. Aber so gut es geht, sollten wir uns auf sie einstellen.

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