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Feuerstelle im Garten bauen? - So geht´s

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:23
Ein eigenes Lagerfeuer lässt sich mit der richtigen Anleitung einfach verwirklichen.

Frühlingswetter, laue Sommernächte und romantische Erinnerungen an ein knisterndes Feuer in einer warmen Nacht. Magische Momente, die kein Mensch vergisst und sich in jedem Alter neu realisieren lassen. Ein Garten der ausreichend Platz zur Verfügung hat bietet das richtige Ambiente, um sich den Wunsch, nach einem eigenen Lagerfeuer realisieren zu können. Mit der richtigen Anleitung kann sich jeder ein knisterndes, prasselndes Feuer unter einem sternenklaren Himmel entfachen.

  • Jede Feuerstelle sollte an einem freien Ort mit viel Spielraum ausgesucht werden. Es ist wichtig, auf störende Bäume oder brennbares Material zu achten. Da eine Feuerstelle Spuren hinterlässt, sollte man sich auch des Fleckes bewusst sein. Empfehlenswert wäre die ausgesuchte Stelle in einer wieder auszuheben. Dieses Stück des Rasens kann bei Bedarf auch ein paar Tage später weder eingesetzt werden. Eine Tiefe von ca. 10cm ist dabei vollkommen ausreichend. Sicherheit bietet die Stelle, mit feuerfesten Steinen zu begrenzen.
  • Wichtig ist sich bei der Gemeinde zu erkundigen, ob es erlaubt ist, auf dem Grundstück ein Lagerfeuer zu entfachen. Mein Haus, mein Garten … galt vor 30 Jahren aber leider heute nicht mehr. Der einfachste und sicherste Weg ist es, sich bei der eigenen Gemeinde beraten zu lassen und sich eine Genehmigung zu holen. Vor allem in sehr heißen Sommermonaten gilt ein absolutes Verbot von offenen Feuern aufgrund erhöhter Brandgefahr. Ganz -Schlaue die dennoch ihr Lagerfeuer nicht anmelden können hohe Verwarngelder drohen und den schönen romantischen Abend in ein Disaster laufen lassen. Der Gang zum zuständigen Gemeindeamt sollte also unumgänglich sein. 
  • Auch das Sammeln von Holz ist leider kein Kavaliersdelikt mehr. Viele Gemeinden bieten einen „Holz Sammelschein“ an, auch mit diesem ist man auf der sicheren Seite.

  • Jede Feuerstelle braucht das richtige Feuerholz. Ein wenig Kenntnis sollte man besitzen und wem diese fehlt, muss sich im Fachhandel beraten lassen.
  • Das beste Feuer entfacht man aus einem Gemisch von Hartholz und Weichholz. Zum Beispiel Fichte und Tanne.
  • Das Hartholz eigne sich besonders um das Feuer anzufachen und zu halten und um Flammen zu fördern, also richtig zum Knistern zu bringen eignet sich besonders Weichholz.
  • Ein gut loderndes Lagerfeuer braucht kurze Äste, vor allem um das euer jederzeit unter Kontrolle halten zu können.
  • Wer seine Nachbarn nicht durch einen Besuch der Feuerwehr kennenlernen möchte, sollte immer auf eine gute Überschaubarkeit achten.
  • Holz brennt am besten, wenn es trocken ist.
  • Frisch geschlagenes Holz sollte erst einmal zum trocknen gelagert werden, da man sonst anstelle eines Lagerfeuers eine Räucherung vornimmt, was auch wieder Nachbarschaftsbesuche auslösen könnte.

Hilfreiche Hinweise

  • Um sein Feuer in Gang zu bringen, empfiehlt sich die üblichste Vorgehensweise mit Zeitungspapier.
  • Diese wird locker zerknüllt und in die Mitte der Herdstelle gelegt. 2 Seiten sollten ausreichend sein. Darauf platziert werden dünne trockene Ästchen und Späne, welche zu einer Pyramide gestapelt werden.
  • Um diesen Grundbau platziert man die dickeren Äste und zündet dann über das Papier die Feuerstelle an.
  • Absolut abzuraten und unnötig sind Brandbeschleuniger. Diese richten mehr Schaden an, als dass sie einen wirklichen Nutzen haben.
  • Wenn die Ästchen brennen und auch die dickeren Hölzer glühen, darf Holz nachgelegt werden. Immer mit einem guten Auge, das nicht zu viel Rauch entsteht.

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