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Grillen am Balkon? - Darauf sollte man achten

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:23
Das Grillen auf dem Balkon ist zwar erlaubt, sorgt aber immer wieder für Streitigkeiten.

Für viele Menschen gehört das Grillen zum Sommer dazu. Andere Menschen hingegen fühlen sich von dem Grillgeruch und aufsteigendem Rauch gestört. Deswegen kommt es oft zu Streitigkeiten, wenn auf dem Balkon gegrillt wird.

  • Auch wenn es viele Gerichtsurteile über das Grillen auf dem Balkon gibt, besteht keine einheitliche gesetzliche Regelung.

  • Grillschalen
  • Alufolie
  • Gasgrill

Wichtige Hinweise

Der Holzkohlegrill auf dem Balkon

  • Gerade dann, wenn Sie mit Holzkohle grillen, kommt es oft zu einer starken Rauchentwicklung und zu starkem Geruch. Zieht der Rauch dann direkt in die Wohnung Ihres Nachbarn, wird es unweigerlich zu Streitigkeiten kommen.
  • Deswegen ist es wichtig, dass Sie mit dem Grillen keinen anderen Bewohner stören. Wenn beim Holzkohlegrill Fett in die Glut tropft, dann qualmt es noch mehr. Deswegen sollten Sie nach Möglichkeit spezielle Grillschalen verwenden oder Sie nehmen Alufolie.
  • Um Streitigkeiten vorzubeugen, können Sie auch einen Tag vorher im Haus Bescheid sagen, und kündigen den Grillabend so ganz einfach an. Es ist sicherlich immer möglich, sich mit den Nachbarn zu arrangieren.
  • Eine gute Alternative zum Holzkohlegrill ist ein Gasgrill. Generell gilt aber, dass Sie auch auf dem Balkon grillen dürfen. Die Vorschrift besagt jedoch, dass Sie dabei niemanden belästigen dürfen, und sich durch das Grillen niemand gestört fühlt. Das gilt zum einen für den Rauch, zum anderen natürlich auch für den Lärm, wenn Sie auch Gäste eingeladen haben.
  • Da es in den letzten Jahren immer häufiger Streitigkeiten wegen diesem Thema gab, und immer mehr Richter Urteile sprechen mussten, wurde es den Vermietern erlaubt, eine spezielle Klausel in den Mietvertrag einzubinden.
  • Mit dieser Klausel kann der Vermieter seinen Mietern das Grillen generell verbieten. Deswegen sollten Sie sich Ihren Mietvertrag noch einmal ganz genau anschauen. Falls in Ihrem Vertrag ein Grillverbot steht, dann sollten Sie sich, auch wenn es Ihnen schwerfällt, daran halten.
  • Tun Sie das nicht, dann kann Ihnen der Vermieter sogar eine Abmahnung schicken. Halten Sie sich auch danach nicht an das Grillverbot, kann Ihnen im schlimmsten Fall die Kündigung der Wohnung drohen.
  • Am besten ist es, wenn Sie schon vor Beginn der Grillsaison mit den Nachbarn reden. Vielleicht können Sie sich ja auch gegenseitig zum Grillen einladen, denn so kommt es gar nicht erst zu Missverständnissen.
  • Ist Ihnen das Grillen auf dem Balkon nicht gestattet, wird Ihnen leider nichts anderes übrig bleiben, als den Grillabend auf einen öffentlichen Grillplatz zu verlegen, wenn Sie keinen Ärger haben möchten. Sie können sich aber auch bei Ihrem zuständigen Ordnungsamt erkundigen, ob und wie oft in Ihrer Gegend das Grillen erlaubt ist, und sind damit auf der sicheren Seite, wenn Sie auf dem Balkon grillen möchten.

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