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Haus vor Hochwasser schützen - Was tun?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:25
Immer wieder gibt es Sondermeldungen, von Gegenden die überschwemmt sind.

Hochwasser 2013: Täglich gibt es Sondermeldungen von Regionen, die überschwemmt sind. Viele Hausbewohner müssen ihre Wohnungen verlassen, Geschäfte räumen und ganze Unternehmen stellen die Produktion ein. Damit hatte wirklich keiner gerechnet, da Deutschland erst 2002 Jahren von einer schweren Jahrhundertflut betroffen war. Seitdem wurden Milliarden für den Wiederaufbau ausgegeben und in den Hochwasserschutz investiert. Viele fragen sich ob alle Anstrengungen umsonst waren und haben Existenzängste. Doch Bundeskanzlerin Merkel verspricht Sofortmaßnahmen und Hilfe für alle Betroffenen.

  • Forscher und Meteorologen sagen auf Grund des Klimawandels die steigende Gefahr von Hochwasser voraus.
  • Wer in diesen Gebieten wohnt, sollte unbedingt eine Versicherung gegen Hochwasserschäden abschließen, um sein Hab und Gut zu schützen.

Hochwasserschutz für das Haus

Der direkte Schutz von Gebäuden
Hochwasserschutz beginnt schon bei der Planung von Gebäuden, die in gefährdeten Gebieten liegen. Einige Unternehmen haben sich auf diesem Gebiet spezialisiert und bieten geprüfte Schutzmaßnahmen an. Empfohlen wird von Experten auf einen Keller gänzlich zu verzichten. Dieses eingesparte Geld wird clever investiert in:

  • wasserdichte Fenster, Türen und Garagentore
  • Rückstauklappe um den Kanalanschluss zu schließen
  • stabiles Fundament, um das Aufschwimmen des Gebäudes zu verhindern
  • stabile, wasserbeständige und dichte Außenwände
  • Elektroanlage und Heizung in sichere Räume verlegen
  • alle Fugen und Kabelkanäle professionell schließen


Was tun bei Hochwassergefahr?

  • Einen Vorrat von Sandsäcken zulegen. Die werden direkt vor Türen und Fenster platziert. Leider schützen Sandsäcke in der Regel nur vor Hochwasser von 30 bis 40 Zentimetern.
  • Eine andere Variante ist, das Öffnungen zugemauert werden. Dazu werden Plansteine mit Dünnbettmörtel vermauert. Diese Kombination verspricht eine hohe Verbundfestigkeit, für ganz kleine Öffnungen eignet sich auch Bauschaum. Doch wer will in Hochwassergebieten laufend mauern und wieder einreißen?
  • Wirkungsvoller vor Hochwasser sind sogenannte Abschottungen aus Holz. Hier werden Türen, Fenster und Tore mit abgedichteten Sperrholzbrettern sicher geschlossen.
  • Der sicherste Schutz vor Hochwasser sind bewährte und mehrfach verwendbare Spezial-Systeme aus Stahl. Die werden ohne Werkzeug in kürzester Zeit montiert. Direkt vor Türen und Fenstern oder als wirkungsvolle Barriere rings um das Grundstück. Diese mobilen Systeme haben sich in der Praxis bewährt und haben ganze Innenstädte vor Hochwasser geschützt.


Wenn das Hochwasser da ist
Wasser im Keller und Haus ist eine Katastrophe. Hier die Sofortmaßnahmen:

  • Sofort die Feuerwehr unter 112 alarmieren. Die ist in der Lage, das Wasser zügig abzupumpen. Bis zum Eintreffen der Feuerwehr unbedingt versuchen, mit Eimern oder anderen Behältnissen das Wasser aus dem Keller zu schaffen.
  • Wer in Hochwassergebieten wohnt, ist gut beraten, eine eigene Tauchpumpe anzuschaffen. Die wird in die tiefste Stelle des Wassers gestellt und befördert das Hochwasser nach draußen.

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