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Kann man Erdbeben voraussagen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:52
Auf einige dieser „Symptome“ kann auch jeder Einzelne von uns Acht geben.

Jeder, der sich in einem Gebiet aufhält, das für Erdbeben bekannt ist, der wünscht sich logischerweise eine effektive Vorwarnung vor einem möglichen Beben. Leider hat die Erforschung effektiver Vorhersagemethoden noch zu keinem wesentlichen Erfolg geführt. Technische Vorhersageeinrichtungen besitzen bislang eine Vorwarnzeit von wenigen Sekunden und reagieren lediglich auf die Vorbeben, wenn die Erde bereits in Bewegung ist.

  • Dennoch gibt es zumindest einige, immer wieder kehrende Erscheinungen, die Forscher in jedem Fall im Zusammenhang mit schweren Erdbeben sehen. 
  • Auf einige dieser „Symptome“ kann auch jeder Einzelne von uns Acht geben. Und dennoch gibt es leider immer wieder schwere Erdbeben, bei denen diese Symptome im Vorfeld ausgeblieben sind. Oder hat vielleicht nur niemand darauf geachtet?

  • Eine gesunde Beobachtungsgabe
  • Historische Daten (z.B. über wikipedia.de) können hilfreich sein

  1. Bei einigen Erdbeben in der jüngsten Zeit konnten im Vorfeld wesentliche seismische Aktivitäten rund um das spätere Epizentrum beobachtet werden. Es handelte sich um kleinere, schwächere Erdbeben und partielle Vulkanausbrüche. Nehmen diese Aktivitäten zu, könnte auch ein schweres Ereignis folgen.
  2. Vorwarnungen erhofft man sich auch von einer historischen Betrachtung. In sehr aktiven Regionen, wie zum Beispiel an der japanischen Inselkette oder in Kalifornien, betrachtet man die Abstände, zwischen denen sich schwere Erdbeben in der Historie ereignet haben. So gesehen wäre diese Betrachtung allerdings alarmierend! Denn dann wäre beispielsweise ein sehr schweres Erdbeben, der sogenannte Big Bang, in Los Angeles längst überfällig!
  3. Aus allen Erdbebenregionen wird berichtet, dass sich manchmal bereits Tage vor einem Erdbeben Tiere ausgesprochen seltsam verhalten. 
  4. So kam es in der Vergangenheit zur Bildung gigantischer Vogel-, Schmetterlings- oder Libellenschwärme, die das spätere Erdbebengebiet kollektiv verlassen haben. 
  5. Auch Hunde und Katzen verändern ihr Verhalten. Sie sind übernervös, appetitlos, ängstlich und versuchen geschlossene Räume zu verlassen und ins Freie zu gelangen. 
  6. Schenkt man Langzeitbeobachtungen Glauben, dann verändert sich auch der Verlauf von Wasseradern und elektromagnetischen Feldern im Erdinneren, bevor ein Beben zuschlägt. Allerdings ist diese Beobachtung ohne hochprofessionelle technische Ausrüstung nahezu unmöglich.

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