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Letztes Update am 16.06.2015, 10:38
Kräuter punkten nicht nur in der Gesundheit, sondern auch in der Kulinarik und im Lifestyle.

Laut dem österreichischen Teeinstitut werden pro Sekunde weltweit 25.000 Tassen Tee genossen. Damit nimmt der Tee den Platz des beliebtesten Getränkes der Welt ein. Medizin gegen Erkältung, Klimageräte für die Erfrischung und Schokolade für die Seele: Für viele Wehwehchen und unangenehme Situationen des Alltags gibt es auch eine natürliche Lösung: Kräuter.

Viele Einsatzbereiche

Nicht nur in der Medizin, sondern auch im Lifestyle-Bereich, werden Kräuter als „Allrounder“ angesehen: Thymian und Pfefferminze eigenen sich - etwa als Tee - gut im Kampf gegen die lästige Grippe oder Schnupfennase, die Wirkstoffe der Brennnessel unterstützen unsere Nägel und Haare und die Kamille hilft uns dabei, Hautprobleme zu bändigen. Abgesehen davon, dass die multifunktionalen Gewächse also unser Essen verfeinern, verfügen sie über eine große Bandbreite an Wirkungen. Gewisse Pflanzen bergen sogar ganz spezielle Effekte: Wie der Münchner Sternekoch Alfons Schuhbeck etwa überzeugt ist, ist beispielsweise das Basilikum ein Aphrodisiakum.

Auf der Suche

So manches Kraut am Waldes- oder Wegesrand und auch so manch vermeintliches „Unkraut“ im Garten fällt viel eher in die Kategorie der nützlichen Kräuter und birgt starke Wirkstoffe. Beim Sammeln von Kräutern sollte man als Neuling unbedingt von Experten begleitet werden. „Man sollte nicht an Hundewegen, viel befahrenen Straßen und bei Obstanlagen, an denen gespritzt wird, sammeln“, rät Kräuterexpertin Ingeborg Sponsel. Die Blüten der Gewächse sollten vorsichtig abgeschnitten und nicht abgerissen werden. Eine andere Sammelmöglichkeit besteht natürlich auch darin, den Garten nach den wertvollen Pflanzen abzusuchen: Viele Kräuter wuchern nahezu im Gemüsebeet und werden von Hobbygärtnern als lästig angesehen. Wer seinen Nachbarn anbietet, sie von diesen zu befreien, wird ihnen also gleichzeitig einen Gefallen damit tun. Besonders empfiehlt die Kräuterfachfrau Jutta Scheuß den Weißklee zu pflücken: „Er ist ein gutes Hustenmittel. Und aus den Blüten kann man Tee kochen”.