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Natursteine ausfugen? - So geht's

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:07
elbst in Innenräumen können Sichtmauerwerke aus Natursteinen ein dekoratives Element darstellen.

Natursteine wurden und werden schon immer aufgrund ihres Musters und ihrer Form als Sichtmauerwerk zur Gestaltung von Häuserfronten und Mauern genutzt. Selbst in Innenräumen können Sichtmauerwerke aus Natursteinen ein dekoratives Element darstellen.

Was wird zum Ausfugen benötigt:

  1. Natürlich als Erstes der passende Fugenmörtel.
  2. Diesen gibt es in unterschiedlichen Körnungen und auch Farben in gut sortierten Heimwerkermärkten als fertige Mischung zu kaufen.
  3. Er muss lediglich mit Wasser angereichert werden. Als eigentliche Werkzeuge werden ein Spitzhammer, eine Spachtel, eine Bohrmaschine mit Rührvorsatz, ein Schwamm, ein Eimer Wasser sowie ein leerer Eimer und ein Werkzeug zur Verstreichung der Fuge.
  4. Das gibt es allerdings nicht zu kaufen und wird von den Profis meist selbst hergestellt.
  5. Sehr gut bewährt hat sich ein Stück Eisenrohr, etwa 20 cm lang und mit einem Durchmesser von 10 mm.
  6. Das entspricht ungefähr der durchschnittlichen Fugenbreite.


Wie wird ausgefugt:

  1. Ein Mauerwerk aus Naturstein sollte schon so aufgebaut sein, dass zwar genügend Mörtel zwischen den Steinen liegt, aber noch genügend Platz für den Fugenmörtel vorhanden ist.
  2. Dabei wird das Mauerwerk so verfugt, das eine halbrunde, nach innen gewölbte, Fuge entsteht, die mit ihren seitlichen Rändern an der Außenkante des Natursteines anschließt. Darum sollte vor dem Verfugen mindestens eine 2 cm tiefe vorfuge bestehen. Überstehender Maurermörtel vorsichtig mit dem Spitzhammer bis zur gewünschten Tiefe entfernen.
  3. Dann in dem leeren Eimer eine gewisse Menge an Fugenmörtel anrühren. Wie viel hängt davon ab, was auf einmal geleistet werden kann, ohne dass der Mörtel hart wird.
  4. Nach dem Anrühren zu einer teigartigen Masse den Fugenmörtel von unten nach oben beginnend mit der Spachtel in die vorher mit dem Schwamm angefeuchtete Fuge drücken.
  5. Am besten immer einen Teilbereich fertigmachen. Mit dem Eisenrohr den Fugenmörtel in die gewünschte halbrunde Form bringen und überstehenden Fugenmörtel mit dem feuchten Schwamm sofort entfernen.


Der Abschluss:

  1. Nach dem Austrocknen der Fuge sollte die Natursteinwand mit dem Schwamm und Wasser noch mal gründlich gereinigt werden, da sich während des Verfugens oder auch dem Maurern selbst ein Zementfilm auf die Steine legt.
  2. Damit ist das Verfugen abgeschlossen und die Natursteine können ihre volle Wirkung entfalten.

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