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Ökologie in der Kindeserziehung - Wie vermittelt man Umweltbewusstsein?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:54
In der heutigen Zeit wird umweltbewusstes Denken und Handeln immer wichtiger.

In der heutigen Zeit wird umweltbewusstes Denken und Handeln immer wichtiger, um auch zukünftigen Generationen auf der Erde ein gutes Leben zu ermöglichen. Doch das Leben in den Städten entfremdet die Menschen immer mehr von der Natur. Gerade Kindern fällt es dadurch oft schwer, Umweltbewusstsein zu entwickeln. Es gibt jedoch Möglichkeiten Kindern spielerisch zu helfen, ein Gefühl für die Umwelt zu entwickeln.

  • Viele Pflanzen und Tiere stehen unter Artenschutz und dürfen nicht aus der Natur werden.
  • Im Sinne des Naturschutzes sollte man allgemein Pflanzen und Tiere (z.B. Insekten) vor Ort lassen und sich auf das Beobachten beschränken. Auch dabei ist zu beachten, dass die Tiere in ihrem natürlichen Umfeld nicht unnötig gestört werden.

Um einem Kind Umweltbewusstsein zu vermitteln, ist es außerordentlich wichtig, ihm die direkte Begegnung mit der Natur zu ermöglichen. Dies kann durch regelmäßige Ausflüge in die ländliche Umgebung geschehen, doch auch im Stadtpark und sogar direkt vor der eigenen Haustür bieten sich genug Gelegenheiten, die Natur hautnah zu erleben.

  1. So kann man sein Kind auf Vieles aufmerksam machen: Da gibt es den Vogel, der im Baum sein Nest baut und den man gemeinsam mit den Kindern beim Nistmaterial sammeln beobachten kann. Oder auch die Spinne, die vor dem Fenster ihr Netz spinnt, in dem die Wassertropfen nach dem Nieselregen so herrlich glitzern.
  2. Die Natur im Wandel der Jahreszeiten zu beobachten, ist ein weiterer Weg, Kinder verstärkt auf die Umwelt aufmerksam zu machen: Von der ersten Knospe an einem Baum im Frühjahr angefangen, über die blühenden Blumen im Sommer und die fallenden und sich verfärbenden Blätter im Herbst bis hin zu den neu gebildeten Eiszapfen im Winter.
  3. Wenn man seine Fantasie ein wenig spielen lässt, finden sich viele Möglichkeiten, der Natur näher zu kommen: Barfuß wandern, auf Schneewanderungen Spuren den verschiedenen Tieren zuordnen, Zugvögel beobachten, Vögelstimmen erkennen lernen oder Kräuterwanderungen machen.

 

Täglich fallen in den Medien Begriffe wie Artensterben und Klimawandel. Bei einem Kind, dem nicht die Möglichkeit eröffnet wird, dass es etwas dagegen tun kann, können dadurch Ängste ausgelöst werden. Es versucht, sich dann zu schützen, indem es sich immer mehr von der Natur entfremdet. Daher ist es wichtig, Kindern zu vermitteln, dass jeder Einzelne etwas zum Umweltschutz beitragen kann. Das dürfen auch Kleinigkeiten sein, die ganz unterschiedlich aussehen können.

  1. So kann jeder Haushalt durch Mülltrennung zum Umweltschutz beitragen. Das Kind könnte je nach Alter die Aufgabe übernehmen, den Abfall regelmäßig zu den Recycling-Containern zu bringen.
  2. Jede Pflanze trägt einen Beitrag gegen den Kohlendioxyd-Gehalt in der Luft bei. So kann man mit den Kindern Bäumchen im Garten anpflanzen. Es lassen sich aber auch Pflanzen auf dem Fensterbrett ziehen. Die Kinder profitieren davon noch zusätzlich, da sie die Natur hautnah erleben und sehen, wie aus einem kleinen Samenkorn langsam eine kleine Pflanze entsteht.

 

Ein wichtiger Faktor beim Vermitteln von Umweltbewustsein ist es, selber als gutes Vorbild zu fungieren.

  1. Statt das Auto, lieber einmal das Fahrrad benutzen oder zu Fuß gehen.
  2. Mit Ressourcen wie Strom oder Wasser sparsam umgehen.
  3. Umweltfreundlich verpackte Produkte vorziehen.
  4. Das Wichtigste ist jedoch, den Kindern Freude an der Natur zu vermitteln. Das weckt ihre Neugier und lässt sie auch in Zukunft offen für den Schutz ihrer Umwelt bleiben.

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