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Letztes Update am 01.04.2015, 10:29
Als Alpennation zieht es in Österreich besonders viele Menschen auf die heimischen Gipfel.

Zwei Drittel der Österreicher gehen laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes meinungsraum.at regelmäßig wandern. Wer regelmäßig seine Wanderausrüstung packt und die Bergschuhe schnürt, tut seinem Körper und auch der Seele einen großen Gefallen. Die Österreicher nehmen sich dieses Credo zu Herzen: Sie sind eine besonders Berg-affine Nation.

Fleißiger Wanderer

Zumindest einmal in drei Monaten geben sich die heimischen Bergbegeisterten laut meinungsraum.at dem Wandervergnügen hin. Fast jeder zehnte Österreicher bezwingt einmal pro Quartal einen Berg, lediglich drei von zehn Personen hierzulande verweigern diese Art der Bewegung gänzlich. Von 68 Prozent der regelmäßigen Wanderer geht jeder Vierte dieser Sportart sogar einmal pro Woche nach. Besonders fleißig sind hier die über 50-jährigen Österreicher: Jeder Zweite packt hier einmal pro Woche Wanderausrüstung, Jause und Karte ein, um den nächsten Gipfel zu erklimmen.

Erlebnis für die Sinne

Die Gründe für die enorme Beliebtheit des Wanderns und Bergsteigens sind vielfältig. Zum einen hat dies, so meint der Salzburger Sportpsychologe Günter Amesberger, mit der Entschleunigung beim Wandern zu tun. Anders als etwa beim Laufen oder Joggen bewegt man sich in jener Geschwindigkeit, bei der man auch alles rund um sich herum wahrnehmen kann. Der Effekt davon ist gewissermaßen berauschend: „Die Natur ist vielfältig, sie vermittelt trotzdem ganzheitliche Eindrücke, was zu einer vielfältigen Sinnes- und positiven Gedankenanregung führt“, so Amesberger. Tatsächlich ist es auch die Entspannung, der Genuss der Natur und das Abschalten, das die Österreicher in der Umfrage von meinungsraum.at als Hauptmotive für ihre Bergaffinität angeben. Die sportliche Herausforderung liegt hier lediglich an dritter Stelle. Je nach Alter und Lebenslage verändern sich auch die Beweggründe für Wanderungen: Während sich unter 30-Jährige sportlich messen wollen, steht bei Familien das Gruppenerlebnis im Vordergrund.

 

Angesichts der entspannenden und entschleunigenden Wirkung des Bergsteigens könnte man es also beinahe als Wellness-Sportart bezeichnen. Für die Österreicher scheint diese jedenfalls einen optimalen Ausgleich zum hektischen Alltag darzustellen.