Foto: Shutterstock.com

Richtiges Verhalten bei Unwetter im freien Gelände

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:36
Wer sich gern Outdoor-Aktivitäten hingibt, der sollte sich ein wenig mit den Anzeichen beschäftigen,...

Wer sich gern Outdoor-Aktivitäten hingibt, der sollte sich ein wenig mit den Anzeichen beschäftigen, an denen ein heraufziehendes Unwetter zu erkennen ist. So kann die Chance genutzt werden, noch rechtzeitig eine schützende Unterkunft aufzusuchen, was das optimale Verhalten bei Unwetter wäre. Falls dafür die Zeit nicht mehr reicht, sollten einige Grundregeln beachtet werden. Dabei sollte man auch daran denken, dass es  immer öfter Tornados gibt.

Welches Verhalten bei Unwetter ist richtig und sinnvoll?

Wer bei einem Gewitter in der Ebene unterwegs ist, sollte den Schirm besser in der Tasche lassen. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass von Blitzen bevorzugt höhere Stellen im Gelände getroffen werden. Am besten ist es, sich bei einem Gewitter in kleine Senken im Gelände zu hocken oder zu legen, auch wenn man dabei von oben und von unten nass wird. Dabei heißt das wichtigste Motto, sich möglichst weit weg von Bäumen oder Telegrafenmasten und Stromleitungen aufzuhalten. Gewässer müssen bei einem aufziehenden Gewitter umgehend verlassen werden. Wasser ist ein guter Energieleiter und zieht dadurch Blitzeinschläge besonders an. Geschlossene Fahrzeuge bieten einen guten Schutz, da die metallenen Teile der Karosserie zum Faradayschen Käfig werden. Allerdings sollte hier genau wie in Zelten das Berühren von Metallteilen möglichst vermieden werden.

Welche Maßnahmen sind bei einem drohenden Tornado angebracht?

Tornados sind ein schaurig-faszinierendes Naturschauspiel. Doch es wäre äußerst gefährlich, einem Tornado dabei zuzuschauen, wie er seine zerstörerische Bahn zieht. Er kann jederzeit binnen Sekunden seine Zugrichtung ändern und dabei sehr hohe Geschwindigkeiten erreichen. Senkt sich ein charakteristischer „Rüssel“ aus den Wolken zur Erde, sollte man schleunigst Schutz suchen. Geeignet sind Bereiche unter Brücken und im Notfall auch einmal die Öffnung eines Abwasserkanals. Gibt es solche schützenden Bereiche nicht, ist es wichtig, sich an einem fest mit dem Boden verbundenen Gegenstand zu verankern. Das kann beispielsweise ein Hydrant oder eine eiserne Leitplanke einer Straße sein. Als Hilfsmittel lassen sich hier Gürtel oder die Schnüre und Gurte von Rucksäcken nutzen.

Richtiges Verhalten bei Unwetter im Gebirge

Bei einem Unwetter in einem Gebirge drohen je nach Jahreszeit verschiedene Gefahren. Im Winter kann ein Unwetter Lawinen auslösen. Der Gefahrenbereich sollte deshalb schleunigst verlassen werden. Ist das nicht möglich, bieten kleine Höhlen und Felsüberhänge eine Chance, das Unheil zu überleben. Im Sommer sollte man bei einem Unwetter Bach- und Flussläufe meiden, da sie binnen Minuten erheblich anschwellen und so zur Gefahr werden können. Unwetter können sich in ungünstigen Tallagen über mehrere Stunden hinweg austoben. Deshalb sollte man bei Wanderungen im Gebirge immer wetterfeste Kleidung und eine Notration mit dabei haben. Das gilt besonders für Klettertouren, da bei einem Unwetter auch die Rettungshubschrauber der Bergwachten nicht ausrücken können.

Kommentare