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Ruhezeiten beim Rasenmähen? - Streit mit dem Nachbarn vermeiden

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:53
Rasenmähen zur Mittagszeit, abends oder am Sonntag?
Über das Thema Ruhezeiten gibt es viele Ansichten, die teils veraltet, teils schlichtweg falsch sind. Sie haben auch viel damit zu tun, wie der Lärm verschiedener Tätigkeiten individuell empfunden wird. Was du beachten solltest, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein und Streit mit den Nachbarn zu vermeiden, erfährst du hier.

  • Ein Nachbarschaftsstreit kann über Jahre hinweg das Wohnklima empfindlich stören. Es empfiehlt sich daher, zugunsten eines guten Nachbarschaftsverhältnisses auch mal zurückzustecken und Kompromisse einzugehen. 
  • Falls du dich bereits in einem Nachbarschaftsstreit befindest, solltest du möglichst bald mit einem Anwalt Kontakt aufnehmen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

  1. Die Nachtruhe ist besonders geschützt. Sie gilt mindestens von 22 Uhr bis 7 Uhr. In dieser Zeit darf gar kein Lärm verursacht werden. 
  2. Auch an Sonn- und Feiertagen ist Lärm in Wohngebieten prinzipiell verboten.
  3. Laute Geräte dürfen seit einigen Jahren nur noch bis 20 Uhr verwendet werden.
  4. Sehr laute Geräte, wie zum Beispiel Laubbläser, dürfen nur zwischen 9 Uhr und 13 Uhr und zwischen 15 Uhr und 17 Uhr eingesetzt werden.
  5. Städte und Gemeinden können andere Ruhezeiten festlegen. In vielen Regionen gilt die Mittagszeit zwischen 12/13 Uhr und 15 Uhr ebenfalls als Ruhezeit. Informiere dich bei deiner Gemeinde über die geltenden Regelungen.
  6. Im Mietvertrag dürfen darüber hinaus weitere Regelungen getroffen werden, die der Mieter mit seiner Unterschrift anerkennt. 
  7. Fazit: Wenn du montags bis samstags zwischen 9 Uhr und 12 Uhr oder zwischen 15 Uhr und 17 Uhr mähst, bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite. 

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