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Sauren Boden erkennen? - Tipps und Tricks

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:57
Einige Pflanzen sind sehr wählerisch, was den Boden angeht, in dem sie wachsen.
nbsp;Ist er zu sauer (pH-Wert unter 3), stellen sie das Wachstum ein, toxische Schwermetalle breiten sich aus und die Photosynthese wird eingeschränkt. Es sind zwar ausreichend Nährstoffe vorhanden, können aber nicht aufgenommen werden. Um zu wissen, wie es um den eigenen Boden steht, kann man ganz einfach selber eine Analyse durchführen, die schon recht hilfreich sein kann. Wer es allerdings ganz genau wissen will, muss ein Labor bemühen.

  • Die Analyse sollte im Frühling oder aber im Herbst gemacht werden.
  • Je nach dem für welche Pflanze du den Boden testest, müssen die Probe aus verschiedenen Tiefen stammen.
  • Geht es um Gemüsebeete sollten 25cm erreicht werden, bei Rasen nur 15cm.
  • Möchtest du für Bäume und Gehölze testen, muss das Loch 90cm tief sein.

Du kannst dir das alles übrigens sparen, wenn du Zeigerpflanzen hast. 

  • Wo Heidekraut und Azalee gut wachsen ist der Boden sauer. Bei Glockenblume und Lerchensporn handelt es sich um alkalischen Boden und Stieleiche, Holunder und Spitzahorn gedeihen in neutralem Boden.
  • Falls du also über längere Zeit wissen willst, wie es dem Boden geht, lohnt es sich vielleicht, diese Pflanzen einzusetzen.

Das braucht man für die Analyse:

  • Zunächst brauchen wir Indikatorpapier aus der Apotheke oder dem Gartenhandel. Mit ihm messen wir den pH-Wert.
  • Des weiteren sollten Behälter (z.B. Marmeladengläser) für die Proben, destilliertes Wasser, Kaffeefilter und Schaufel bzw. Sparten bereit stehen.

So geht’s!

  1. Du nimmst eine Probe aus der Erde, in die du pflanzen willst. 
  2. Bei größeren Bereichen kann man auch eine Mischprobe erstellen, allerdings sollte die Probe 100 Gramm nicht überschreiten.
  3. Diese mischst du mit 100ml destilliertem Wasser, schüttelst gut durch und lässt es durch einen Kaffeefilter laufen.
  4. Jetzt tauchst du das Indikatorpapier in das Wasser, wartest ein bisschen und kannst dann durch den Farbvergleich sehen, ob der Boden sauer, neutral oder alkalisch ist.
  5. Manchmal muss man allerdings genauer hinsehen, da die Farbunterschiede sehr gering sein können.
  6. Fertig!

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