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Stecklinge ziehen? - So geht´s

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:23
Durch das Schneiden von Stecklingen lassen sich Pflanzen leicht vermehren.

Stecklinge lassen sich von fast allen Pflanzen schneiden. Selbst Stauden und Kräuter lassen sich so vermehren. Das Frühjahr ist die beste Jahreszeit, wenn Stecklinge gemacht werden sollen.

  • Anzuchterde
  • Scharfes Messer
  • Kleine Holzstäbchen
  • Durchsichtige kleine Plastikbeutel
  • Blumentöpfe

Strecklinge ziehen - Anleitung

Den besten Trieb finden

  • Um einen möglichst kräftigen Steckling zu bekommen, müssen Sie die Pflanze nach kräftigen Trieben absuchen. Verwenden Sie nur solche Pflanzentriebe als Steckling, die mindestens 10 bis 15 cm lang sind.
  • Fassen Sie den Trieb dann zwischen den Fingern, und schneiden Sie ihn mit einem scharfen Messer ab. Es ist wichtig, dass der Stiel dabei nicht gequetscht, und mit nur einem Schnitt abgetrennt wird.

 

Den Steckling in die Erde bringen

  • Nun entfernen Sie die unteren Blätter, sodass nur noch die Blätter an der Triebspitze übrig bleiben. Dadurch behält der Steckling seine Kraft und es gibt keine unnötigen Pflanzenteile, die ihm Nährstoffe entziehen können.
  • Füllen Sie dann die Anzuchterde in kleine Blumentöpfe, und drücken Sie diese mit dem Handrücken etwas an. Machen Sie die Erde schon vor dem Einsetzten gut feucht, aber niemals richtig nass.
  • Nun nehmen Sie den frischen Steckling, und drücken den Stiel in die Mitte der Erde. Stecken Sie einen dünnen Rundholzstab ein kleines Stück entfernt in die Erde, und befestigen Sie den Steckling unterhalb der Blätter mit etwas Gärtnerschnur an dem Hölzchen.

 

Das kleine Treibhaus zum Wachsen

  • Damit die Stecklinge die besten Möglichkeiten zum Wachsen haben, stülpen Sie nun über jede so eingesetze Pflanze einen kleinen durchsichtigen Beutel. Das kann ein Gefrierbeutel sein, ein Frühstücksbeutel oder etwas Ähnliches.
  • Stellen Sie die einzelnen Töpfe dann in eine kleinen Bananenkiste oder etwas Ähnliches und stellen Sie diese an einen hellen und warmen Ort. Am besten ist ein Platz auf der Fensterbank.
  • Durch die übergestülpten Tüten bleibt die Erde länger feucht, und zudem wird es darunter schön warm. Damit die Erde aber nicht schimmelig wird, oder der Steckling zu faulen beginnt, sollten Sie die Beutel ab und zu für einen Tag entfernen, und nach einer guten Belüftung wieder überziehen.
  • Sobald der Steckling richtig angewachsen ist, wächst er auch in die Höhe. Ist er dann groß genug, und hat sich auch ein kleiner Wurzelballen gebildet, dann können Sie ihn entweder in den Garten ins Freibeet setzen, oder Sie pflanzen die Stecklinge in Blumenkübel um.
  • Dabei verwenden Sie immer den ganzen Wurzelballen und die Erde, in der Ihr Steckling gewachsen ist. Vergessen Sie dann nicht, die Pflanzen regelmäßig zu gießen, und düngen Sie erst, wenn die Stecklinge auch an dem neuen Platz richtig angewachsen sind.

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