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Ungenaue Wettervorhersagen? - Ursachen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:21
Der Wetterbericht gibt immer wieder Anlass, sich aufzuregen.
Da heißt es mal, dass den ganzen Tag die Sonne scheinen soll und stattdessen schüttet es wie aus Eimern. Ein andermal trägt man tagelang den Regenschirm mit sich herum, da Regen vorhergesagt wurde, und dabei zeigt sich kein Wölkchen am Himmel. Woran liegt es, dass der Wetterbericht so oft falsch liegt?

Wettervorhersagen - Genauigkeit

  • Den Versuch, das Wetter vorherzusagen gibt es schon lange. Bauernregeln sind nichts anderes als Wettervorhersagen. Der Unterschied zu modernen Wetterprognosen liegt darin, dass uns heutzutage die moderne Technik bei der Vorschau hilft.
  • Das Wetter wird durch viele verschiedene Elemente bestimmt: Temperatur, Luftfeuchtigkeit und -druck, Niederschlag, Bewölkung, Verdunstung, Strahlung und Wind.
  • Auch Klimafaktoren, wie Meeresnähe, Höhen- und Breitenlange eines Gebietes beeinflussen das Wetter ebenso wie das Mikroklima (z.B. die Bebauung eines Gebietes).
  • All diese Komponenten beeinflussen sich gegenseitig. Zum Beispiel löst unterschiedliche Erwärmung der Luft Hoch- bzw. Tiefdruckgebiete aus. Diese wiederum sorgen für die Entstehung von Wind. Hohe Temperaturen beeinflussen die Verdunstung, welche wiederum die Bewölkung beeinflusst.
  • Für die Wettervorhersage werden all diese Faktoren mithilfe von Messinstrumenten gesammelt. Diese Messinstrumente sind Bodenstationen an Land, Wetterballons in der Luft, Satelliten im All und Bojen auf dem Meer. 
  • Die Ergebnisse werden ausgewertet und Großrechner beginnen anhand von Modellen, das mögliche Wetter zu berechnen. Meteorologen befassen sich mit den Berechnungen und gehen von der wahrscheinlichsten Werten aus.
  • Das Problem ist, dass das Wetter chaotisch ist. Selbst kleinste Schwankungen in der Athmosphäre beeinflussen das Wetter.
  • Es gibt immer wieder Wetterzellen mit sehr kleinem Durchmesser. Diese werden nicht von den Messinstrumenten erfasst, da das Netz zur Bemessung nicht engmaschig genug ist.
  • Die Meteorologen können nur mit den Daten arbeiten, die ihnen auch gemessen wurden und ihnen daher zur Verfügung stehen. Alle andere Faktoren, die das Wetter dennoch beeinflussen, fallen aus ihren Berechnungen heraus.
  • Die Meteorologie ist eine empirische Wissenschaft. D.h. sie arbeitet anhand von Erfahrungswerten, aus welchen Wahrscheinlichkeiten errechnet werden.
  • Auch wenn die Meteorologen das genaue Wetter nicht mit Sicherheit vorhersagen können, so kann der Blick auf den Wetterbericht dennoch helfen, das Wetter einigermaßen einzuschätzen.

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