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Waldbrand - Ursachen und Bekämpfung

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:28
Waldbrände sind sowohl natürlichen - als auch menschlichen Ursprungs, sie verursachen jährlich große wirtschaftliche Schäden und fordern regelmäßig

Waldbrände sind sowohl natürlichen - als auch menschlichen Ursprungs, sie verursachen jährlich große wirtschaftliche Schäden und fordern regelmäßig Todesopfer. Die Ursachen sowie Bekämpfungsmethoden werden hier näher erläutert.

Trotz allem, gibt es Vorteile eines Waldbrands

  • Die bei einem Brand entstehende Hitze setzt Samen frei, welche dafür Sorgen, dass neue Bäume entstehen.
  • Waldbrände schaffen neue Lebensräume für die Heide (diese wächst sehr stark nach einem Brand) und in diesem Zusammenhang auch für bedrohte Tier- und Vogelarten.
  • Der Vorgang des Waldumbaus wird beschleunigt.

Ursachenermittlung für Walbrände

  • Mehr als 80 % der jährlich entstehenden Waldbrände werden durch Menschen hervorgerufen. Manche absichtlich aber die Überzahl aufgrund von Unachtsamkeit. Zum einen wär da z.B. die häufig auftretende Brandstiftung. Der Grund liegt hier oft darin, Bauland gewinnen zu wollen. Es wird absichtlich ein Feuer entfacht und nur selten werden die Schuldigen wirklich entlarvt.
  • Ganz oft jedoch ist den meisten Menschen gar nicht bewusst, wie schnell ein Waldbrand entsteht und mit welchen Kleinigkeiten wir ihn entfachen. Ein nicht komplett gelöschtes Lagerfeuer, weggeworfene Streichhölzer oder Zigarettenkippen. Auch durch heiße Katalysatoren von Autos und Motorrädern kann es zu einem Waldbrand kommen. 

Natürliche Ursachen

  • Dann gibt es wiederum natürliche Ursachen für einen Waldbrand etwa durch einen Blitzeinschlag, Selbstentzündung, wobei sich brennbare Materialen plötzlich entzünden oder aufgrund eines Vulkans. Kaum zu glauben jedoch, dass diese Gründe für nur ca. 5% der in Europa entstehenden Waldbrände verantwortlich sind.

So wird das Feuer bekämpft

Bei einem Waldbrand, anders als bei Bränden in Gebäuden, wird zunächst versucht das Feuer vor der Ausbreitung zu hindern, anstatt es sofort zu löschen, da dies viel mehr Arbeit erfordert.

Die aktive Waldbrandbekämpfung

  • Bei geringer Flammenhöhe wird mithilfe von Löschmannschaften, Fahrzeugen und Abwürfen aktiv gegen das Feuer vorgegangen. Diese Methode der Brandbekämpfung ist sehr risikoreich, da eine falsch geplante Geschwindigkeit und Höhe des Feuers eine Gefahr für die Einsatzkräfte darstellt. Zudem können Winde dafür sorgen, dass die Helfer selbst in Brand geraten oder vom Feuer eingeschlossen werden.

Die passive Waldbrandbekämpfung

  • Sind die Flammen zu hoch oder ist der Waldbrand bereits zu stark ausgebreitet, muss passiv gegen die Flammen vorgegangen werden. Mit Wundstreifen und Barrieren, z.B. Straßen, welche feuerfest sind, wird der Brand eingehalten. Durch diese angelegten Wundstreifen kann das Feuer begradigt Laufen und schnell gelöscht werden. Zudem müssen Einsatzkräfte nicht in direktem Kontakt mit dem Feuer oder dem giftigen Rauch stehen.

Egal durch welche beiden Methoden, es müssen stets auch Luftfahrzeuge (eine nicht so übliche Bekämpfungsmethode, jedoch besonders bei höheren Flammen wichtig) und zusätzliche Kräfte bereitstehen, falls sich das Feuer anders als geplant verhält.

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