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Wann blühen Oleander?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:57
Der Oleander blüht etwa von Mitte Juni bis in den September.

Der Oleander (Nerium Oleander), man nennt ihn auch Rosenlorbeer, ist ein immergrüner verholzender Strauch, er gehört zu den Hundsgiftgewächsen. Er ist im ganzen Mittelmeerraum verbreitet und wächst dort in den Gärten, in unserem Klima meist nur im Kübel, um frostfrei überwintert werden zu können. Nur wenige Sorten vertragen kurzzeitig bis zu -10°C Frost. Er blüht von Mitte Juni bis September, also praktisch den ganzen Sommer hindurch.

  • Der Oleander ist äusserst giftig, etwa mit dem roten Fingerhut vergleichbar. Sein Gift bewirkt Übelkeit, Kopfschmerzen und Krämpfe. 
  • Starke Dosierung kann zu herzrythmusstörungen führen, die tödlich enden können. Auch Hautreizungen können auftreten, wenn man sich bei der Arbeit mit der Pflanze verletzt.

  • Ein ausreichend großer Kübel.
  • Ein frostfreier Raum zum Überwintern, ideal ist ein Wintergarten.
  • Gute Wasser- und Nährstoffversorgung während des Wachstums.

  1. In der warmen jahreszeit braucht der Oleander eine ausreichender Wasserversorgung und Düngung.
  2. Im Winter sollte der Oleander idealerweise hell bei 5-10°C gehalten werden. Optimal ist ein frostfreier Wintergarten.
  3. Überwinterung im beheizten Haus ist wegen der Gefahr des Spinnmilbenbefalls und der Vergeilung durch Lichtmangel möglichst zu vermeiden.
  4. Obwohl der Oleander meistens als Kübelpflanze gehalten wird, so gibt es doch einige Sorten, die in den meisten Gebieten Deutschlands bei Verwendung von geeignetem Winterschutz (Vlies, etc.) durchaus auch an geschützten Stellen im Garten überwinterungsfähig sind.
  5. Die folgenden Sorten:Nerium villa romaine; Nerium atlas; Nerium italia; Nerium cavalaire überstanden in Feldversuchen kurzzeitig bis zu -10°C.
  6. Bei tieferen Temperaturen beginnen zunächst die Blätter nach und nach abzusterben, bei weiter absinkenden Temperaturen (-15 - -20°C auch vermehrt das Holz. Meist treibt der Strauch aber aus der Wurzel wieder aus, selbst wenn die oberirdischen Teile völlig abgestorben sind. Voraussetzung ist, dass der Wurzelstock intakt geblieben ist.
  7. Bei Überwinterung im Freien den Wurzelbereich daher möglichst mit einer Laubdecke (auf die man zusätzlich Tannenzweige legt, damit das Laub nicht wegweht) schützen, damit der Frost nicht zu tief eindringen kann. Außerdem erzeugt das Laub bei der Verrottung noch zusätzlich Wärme.
  8. Die meisten Schäden entstehen nämlich nicht durch die Kälte selber, sondern dann, wenn im Spätwinter die Sonne die oberirdischen Pflanzenteile erwärmt und sie so wieder zum Wachsen anregt, der Wurzelbereich aber noch gefroren ist und daher kein Wasser aufnehmen kann. Das führ dazu, dass die Pflanze nicht etwa erfriert, sondern schlichtweg vertrocknet.
  9. Überhaupt sind die starken Temperaturschwankungen, wie sie gerade im Spätwinter und Vorfrühling auftreten können, weitaus gefährlicher für Gartenpflanzen, als gleichmäßig niedrige Temperaturen.
  10. Im Frühjahr Tannenzweige und Laubdecke wieder entfernen, Boden auflockern damit Luft an die Wurzeln gelangen kann.

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