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Wann geht die Sonne unter?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:55
Die Sonne ist ein sogenannter Fixstern.

Schon Kinder kennen den trivialen wie auch wahren Satz: "Im Osten geht die Sonne auf, im Süden ist ihr Mittagslauf, im Westen wird sie untergehn, im Norden ist sie nie zu sehn". Richten wir nun unseren Blick in Richtung Westen und vergewissern uns, wann genau die Sonne eigentlich am Horizont zu verschwinden scheint.

  1. Die Sonne ist ein sogenannter Fixstern. Das bedeutet, dass sie sich nur minimal von ihrer eigenen Position löst. Demgegenüber dreht sich die Erde zum einen um die eigene Achse und zum anderen als gesamter Planet um die Sonne. 
  2. Innerhalb von 24 Stunden schafft es die Erde, eine vollständige Eigendrehung zu praktizieren. Dadurch erscheint es dem Beobachter so, als würde die Sonne schlussendlich untergehen. 
  3. In Wirklichkeit dreht die Erde ihr bildlich allerdings den Rücken zu. Damit erklärt sich der Wechsel zwischen Tag und Nacht. 
  4. Für die vollständige Umkreisung der Sonne benötigt die Erde genau ein Jahr. Dieses Phänomen erklärt die 4 verschiedenen Jahreszeiten, da die Erde bei ihrer Fahrt jeweils in einem anderen Winkel zur Sonne steht. 
  5. Bei diesen vielen Drehungen müssen wir nun aufpassen, dass uns nicht schwindelig wird und wir den Kopf verlieren. Zum Glück hält uns die Erdanziehungskraft im Idealfall mit beiden Beinen fest auf dem Boden. 
  6. Auf den ersten Blick wird schnell deutlich, dass die Sonne in den Wintermonaten relativ zeitnah vom kalten Nachthimmel verdrängt wird. Im Gegensatz dazu versüßen uns die warmen Strahlen im Sommer das ersehnte Grillfest. 
  7. Bereits während der Frühlingsmonate schafft es die Sonne immer länger am Himmel zu verweilen. Auf diese Weise legt sie jeden Tag quasi eine Minuten oben drauf. Während der Sommermonate steht die Erde in einem optimalen Einfallswinkel zur Sonne. 
  8. Zwar dreht sich die Erde selbstverständlich im gleichen Tempo um die eigene Achse. Allerdings ist der Einstrahlungswinkel viel größer. 
  9. Damit verbraucht die Erde deutlich mehr Zeit, um den vermeintlichen Verfolger abzuschütteln. Das wiederum erfreut die Kinder im Freibad, die Erwachsenen beim gemütlichen Grillfest oder die Aktivisten bei ihrer sportlichen Betätigung. Allesamt versuchen wir mit der Sonne um die Wette zu strahlen. Die Sonne tut uns eben gut. 
  10. Um die zeitlichen Sprünge besser miteinander vergleichen zu können, empfiehlt sich ein Austausch mit den Fakten. Beispielsweise wollte die Sonne am 01.01.2011 bereits um 15:10Uhr nichts mehr zu tun haben. 
  11. Das es nicht sofort rabenschwarz wird liegt an der nachfolgenden Abenddämmerung. Während der Wintermonate weiß diese allerdings auch nicht recht lange zu überzeugen. 
  12. Am 01.04.2011 konnte uns der größte Fixstern in unserem Sonnensystem schon bis 17:55Uhr beglücken, am 01.07.2011 mussten wir uns erst um 19:53Uhr für die Nachtruhe verabschieden. 
  13. Danach ging es aber wieder merklich bergab. Am 01.10.2011 trennten sich die Wege um 16:59 und am 01.12.2011 war um 15:05Uhr Schluss.

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