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Warum gibt es in Europa keine Hurrikans?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:17
In jedem Jahr wüten in den Vereinigten Staaten von Amerika eine Menge schwerer Wirbelstürme

In jedem Jahr wüten in den Vereinigten Staaten von Amerika eine Menge schwerer Wirbelstürme und richten dabei einen grossen Schaden an. Hurrikans in Europa gibt es in dieser Form nicht. Allerdings können auch hier schwere Unwetter auftreten. Warum Hurrikans in Europa so gut wie nie auftreten, hat einen ganz einfachen Grund. Diese Wirbelstürme entstehen nur dort, wo die Wassertemperatur über 26,5 Grad Celsius beträgt.

Infos zu Hurrikans

Stürme in den Subtropen:
Daher sind diese Stürme eher im subtropischen Atlantik anzutreffen. Im weiteren Verlauf ziehen diese Hurricans dann weiter in die Golfregion. Im Normalfall entstehen diese Stürme in der Passatwindzone über dem Atlantik. Wenn die Temperatur auch in grossen Höhen entsprechend hoch ist, dann bilden sich diese tropischen Wirbelstürme. In grossen Mengen verdunstet dabei das Wasser und steigt auf. Durch diese Kondensation bilden sich nun die Wolken. So ist es auch bei uns in Deutschland. Allerdings setzen diese Wassermassen im Atlantik eine enorme Energie frei. Die Luft in den Wolken wärmt sich extrem auf und steigt noch weiter auf. Dadurch entsteht an der Meeresoberfläche ein Unterdruck und es strömt Luft mit einem hohen Wasserdampfanteil nach. Über den Hurrikanwolken hingegen entsteht ein sehr hoher Luftdruck. Die Luft verteilt sich dann in einem entgegengesetzten Wirbel wieder. Da die gesamte Fläche eines Hurricans allerdings zu groß ist, bilden sich spiralförmige Regenbänder. Es strömt dabei immer mehr Luft nach und versorgt den Wirbelsturm mit immer neuer Energie und Wasser.

Entstehung:
 Die Luftmassen am Boden fangen durch diese Kraft an zu rotieren bis ein riesiger Wirbel entsteht. Über Land wird diese Energiezufuhr dann aber wieder reduziert, da hier meist trockene Luft in diesen Kreislauf hineingerät. Ohne Wasser verliert der Sturm seine Kraft und versiegt irgendwann. Allerdings kann er bis dahin noch mehrere hundert Kilometer ins Landesinnere vorstoßen und dort für heftige Regenschauer sorgen. Verursacht durch die hohen Windgeschwindigkeiten, gibt es zwar keine Hurrikans in Europa, sie führen aber zu Sturmfluten, Küstenerosion, Sturzfluten, Erdrutschen und Überschwemmungen.

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