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Warum verlieren die Bäume ihre Blätter im Herbst?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:12
Während die Nadelbäume immergrün sind, verlieren Laubbäume ihre Blätter.

Bei Bäumen unterscheiden wir zwischen Nadel- und Laubbäumen. Während die Nadelbäume immergrün sind und ihre Nadeln in freier Natur niemals ablegen, verlieren die Laubbäume, sobald es kälter wird, zunächst die grüne Farbe der Blätter, um sie gegen viele, bunte Farbe einzutauschen, und danach verlieren sie die bunte Pracht auch komplett. Aber warum ist das so?

Bäume und ihre Blätter im Herbst - Eine Erklärung

  • Auf Herbstspaziergängen können wir die bunte Blätterpracht bewundern, die sich nach den ersten kälteren und kürzeren Tagen gebildet hat. In unserem Breitengrad verfärben sich die Blätter meist gelblich bis orange, bis sie schließlich ganz abfallen. Der Grund dafür ist, dass der Laubbaum praktisch langsam auf Sparflamme zurückdreht und sich auf die Winterruhe einstellt. 
  • Um sich auf den Winter vorzubereiten, speichert der Baum zunächst alle wichtigen Nährstoffe, die er in den Blättern übrig hat: Fette, Mineralien, Kohlenhydrate, Proteine oder auch Stickstoff, der überlebensnotwendig ist, um Proteine und Chlorophyl aufzubauen. Einige Stoffe, wie zum Beispiel das gelb-orangene Karotin braucht der Baum nicht, deswegen bleibt die Farbe auch in den Blättern erhalten.
  • Auch, wenn die Blätter nun im Herbst nur mehr "auf Sparflamme" laufen, saugen sie den Baum dennoch aus, denn Wasser verdunstet immer noch über sie. Im Winter ist der Boden gefroren, es regnet nicht und der Schnee bleibt auf der Erde liegen, gelangt jedoch nicht unter die Erdoberfläche. Somit kann es sich der Baum nicht leisten, einen massiven Wasserverlust zu haben und wirft die Blätter ab, indem er eine dünne Korkschicht zwischen den Blattstielen und Zweigen bildet, die langsam immer dicker wird, bis sie die Öffnung verschließt, die das Blatt normaler Weise mit Nährstoffen versorgt.
  • So kann kein Wasser mehr durch die Blätter verdunsten und der Baum muss in der Winterzeit nicht verdursten. Der Stamm und die Äste haben ohnehin eine harte Schale und können den kalten Temperaturen bestens standhalten, die gespeicherten Nährstoffe geben genug Futter für den ganzen Winter ab.

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