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Was ist dran am Mythos Wetterfrosch?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:24
Der Mythos vom Wetterfrosch begleitet uns meist schon von früher Kindheit.

Der Mythos vom Wetterfrosch begleitet uns meist schon von früher Kindheit und jeder hat wohl das Bild von dem grünen Frosch im Glas, der je nach Wetterlage auf seiner kleinen Leiter nach oben, oder nach unten klettert vor Augen. Doch was ist denn nun wirklich dran an diesem Mythos? Können Frösche das Wetter vorhersagen? Oder sind es allein unsere Meteorologen, die die Schuld auf den grünen Zeitgenossen schieben, wenn sie mal eine falsche Vorhersage gemacht haben?

Der Mythos Wetterfrosch

  • Früher setzte man tatsächlich Laubfrösche in solche Gläser mit Leitern und versuchte an ihrem Verhalten das Wetter abzulesen. Doch woher kam dieser Glaube? 
  • Wenn man Laubfrösche in der Natur beobachtet, kann man tatsächlich feststellen, dass sie sich bei sonnigem Wetter an den Pflanzen nach oben hangeln und sich bei Regen eher auf dem Boden bewegen. Dies liegt daran, dass die Insekten, die den Fröschen als Nahrung dienen bei schönerem, warmen Wetter höher fliegen, als sie es bei schlechterem und kälterem Wetter tun. Dies liegt daran, dass die Insekten als wechselwarme Tiere bei wärmeren Temperaturen aktiver sind. 
  • In gewissem Sinne zeigt uns also die Bewegung des Frosches das Wetter an, doch nur insoweit, wie wir es im selben Moment ja auch selber wahrnehmen können. Bei einer längerfristigen Wettervorhersage wird uns der Kollege Laubfrosch also wohl kaum behilflich sein können. 
  • Erstaunlich, dass sich dieser Mythos nun schon so lange erhält und man den Frosch oft unmittelbar mit dem Wetter verbindet. Auch die Meteorologen selbst werden häufig als "Wetterfrösche" bezeichnet, was man durchaus als kleinen Seitenhieb sehen könnte. Nun ja, wer hat sich noch nicht über die Ungenauigkeit der Wettervorhersagen beschwert, die die "Wetterfrösche" liefern. Da wäre es vielleicht leichter, wenn wir dem Beispiel des Frosches folgen und und einfach an das jeweils vorherrschende Wetter anpassen würden. 
  • Solche Mythen beschränken sich im Übrigen nicht nur auf den Mythos Wetterfrosch, es gab sie auch im Bezug auf Schwalben ( vor einem Regenfall fliegen sie angeblich tiefer, als gewöhnlich- dies liegt ebenfalls an den Insekten, die sich dann weiter unten aufhalten!) und sogar Spinnen. 
  • Hier kann man übrigens tatsächlich einen berufstätigen Wetterfrosch bewundern und wir haben für euch auch einige Bauernregeln zum Wetter zusammengefasst. Ob das Ganze dann passt, ist wahrscheinlich einfach Glückssache. 
  • Wer sich selber einen Wetterfrosch zulegen möchte, muss natürlich gut auf dessen artgerechte Haltung achten, ein Marmeladenglas wird nicht ausreichen. Außerdem ist der Laubfrosch vom Aussterben bedroht (vielleicht haben die ehrgeizigen Meteorologen etwas damit zu tun?) und daher auch gesetzlich geschützt, einen richtigen Wetterfrosch kann man sich also nicht einfach mal zu Hause hinsetzen.

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