Foto: Shutterstock.com

Was passiert bei der Wintersonnenwende?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:33
Die Wiedergeburt des Lichtes - die Wintersonnenwende

Zur Wintersonnenwende erreicht die Sonne auf der Nordhalbkugel ihren niedrigsten Stand. An diesem Tag ist astronomischer Winteranfang. Nach der Sonnenwende im Dezember werden die Tage wieder länger.

Viele Mythen

  • Früher wurde die Geburt Jesu zur Wintersonnenwende am 25. Dezember gefeiert. Erst durch den gregorianischen Kalender fiel Weihnachten auf den 24. Dezember.
  • In der Antike stand die Sonnenwende im Zeichen des Steinbocks. Heute steht die Wintersonnenwende im Sternzeichen Schütze.
  • Nach der Sonnenwende feiern die nordischen Völker das Julfest. Es lässt sich mit Weihnachten vergleichen.
  • Nach dem Julfest folgen die 12 Raunächte. In denen sind nach germanischem Volksglauben die Seelen der Verstorbenen unterwegs.
  • Früher wurde mit der Sonnenwende im Winter die Wiedergeburt der Sonne gefeiert.
  • Auch das Lichterfest Lucina geht auf die Sonnenwende im Winter zurück. Alle Riten feiern die Rückkehr des Lichtes.

Der Termin für die Wintersonnenwende

Ein Lauf der Sonne um die Erde, ein so genanntes Sonnenjahr, dauert 365 Tage und sechs Stunden und ist damit länger als ein kalendarisches Jahr. Daher rückt die Wintersonnenwende jedes Jahr sechs Stunden nach vorn. Im Schaltjahr geht die Zeitrechnung um 18 Stunden zurück. Die Sonnenwende kann also auch am 20. oder am 22. Dezember stattfinden. Ohne die Sonne wäre ein Leben auf der Erde nicht möglich. Erst durch die Wärme der Sonne wachsen die Pflanzen und Tiere und auch der Mensch ist von der Sonne abhängig. Im Herbst und Winter, wenn die Sonne weniger scheint, bekommen mehr Menschen Depressionen als im Frühling oder Sommer. 

Ursache der Wintersonnenwende

Am Tag der Sonnenwende steht die Sonne an ihrem tiefsten Punkt. Am Nordpol bleibt es den ganzen Tag dunkel. Die Sonne wandert in einer schrägen Bahn um die Erde, denn die Erdachse ist um 23,4 Grad geneigt. Aus diesem Grund scheint die Sonne im Winter mehr auf der Südhalbkugel der Erde. Ist der Weg der Sonne über die Nordhalbkugel länger, dann ist bei uns Sommer und unterhalb des Äquators Winter. 

Schon die Menschen in der Steinzeit wussten Bescheid

Stonehenge in England dokumentiert das große Wissen der frühen Menschen. Zur Sonnenwende im Winter scheint die Sonne in einem ganz bestimmten Winkel durch den Steinkreis. Erreicht die Sonne die Markierung, dann werden die Tage ab diesem Zeitpunkt wieder länger. Das geschieht ganz langsam. Zunächst wird aber der späteste Sonnenaufgang am Silvestermorgen erwartet. Danach nimmt die Dauer der Helligkeit jeden Tag um ein bis zwei Minuten zu. Am Frühlingsanfang sind Tag und Nacht genau gleich lang. Nach dem Sommeranfang nimmt die Sonnenscheindauer wieder bis zum Herbstanfang ab. Der erneuten Tag- und Der erneuten Tag- und Nachtgleiche folgt der tiefste Punkt des Standes der Sonne, die Wintersonnenwende am 21. Dezember. 

 

Kommentare