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Was passiert bei einer Sonnenfinsternis?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:51
Etwa alle fünf Monate stehen Erde, Mond und Sonne in einer Linie...

Eine Sonnenfinsternis ist ein relativ seltenes Phänomen, bei dem sich der Mond praktisch vor die Sonne schiebt. Etwa alle fünf Monate stehen Erde, Mond und Sonne in einer Linie, dadurch blockiert der Mond, auf einer Stelle der Erde oder im All, das Licht der Sonne. Bei einer Sonnenfinsternis wirft der Mond also einen kilometerweiten Schatten. Doch nicht an allen beliebigen Stellen, in der Umlaufbahn des Mondes, kann eine Sonnenfinsternis stattfinden. Die Mondbahn ist gegen die Ekliptik, die scheinbare Umlaufbahn der Sonne, geneigt, daher ist eine Sonnenfinsternis nur an Mondpunkten möglich. Nimmt man die Erde als Ausgangspunkt und nehme an, dass sowohl Mond als auch Sonne sich um die Erde drehen, haben beide eine Laufbahn, diese Laufbahnen treffen sich nur an zwei Punkten. Eben diese Punkte werden Mondpunkte genannt. 

Des Weiteren wird zwischen dem Kernschatten und dem Halbschatten bei einer Sonnenfinsternis unterschieden. Der Kernschatten befindet sich dort, wo der Mond die Sonnenstrahlen komplett verdeckt. Da der Mond allerdings wesentlich kleiner ist als Sonne und Erde, kann er nicht alle Strahlen komplett abdecken und so entsteht auf vielen Teilen der Erde ein Halbschatten. 

Es wird zwischen totalen und partiellen Sonnenfinsternissen unterschieden. So gibt es Sonnenfinsternissen, bei denen der totale Schatten des Mondes gar nicht auf der Erde landet, sondern im All verschwindet, und nur der Halbschatten des Mondes die Erde trifft. Diese Art von Sonnenfinsternis wird dementsprechend als partielle Sonnenfinsternis bezeichnet, sie ist ausschließlich an den Polen anzufinden. Bei der zentralen Sonnenfinsternis treffen Kernschatten und Halbschatten den Erdball.

Damit eine Sonnenfinsternis zu Stande kommen kann, müssen also gewisse Umstände gegeben sein.

  1. Die Sonne hat einen der Mondknoten passiert. 
  2. Erde und Mond bewegen sich auf eine imaginäre Linie zur Sonne zu.
  3. Der Mond bewegt sich immer mehr zwischen Erde und Sonne.
  4. Schritt für Schritt wirft der Mond einen immer größer werdenden Schatten auf die Erden, in dem er das Sonnenlicht blockiert.
  5. Letztendlich wirft der Mond einen totalen Schatten, auf einen gewissen Bereich des Erdballs und eine noch größere Fläche von Halbschatten auf einen weiteren Teil der Erde.
  6. Erde und Mond folgen wie gewohnt ihrer Umlaufbahn und der Mond verdeckt immer weniger Sonnenlicht, so wird die Schattenfläche immer kleiner.
  7. Sobald der Mond nicht mehr vor der Sonne steht, kann die Sonne wie gewohnt die Erde anstrahlen.

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