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Was tun bei einem allergische Schock nach einem Bienenstich?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:50
So lecker, wie Honig ist, so gefährlich sind die Insekten, die ihn produzieren.
nbsp;Wer kennt sie nicht? Die kleinen schwarz-gelben Brummer, die einen bei jedem Grillen nerven, auf die man drauf tritt, sobald man barfuß über eine Wiese geht und die zum Sommer gehören wie Schnee zum Winter.

Bienen!

Normalerweise sind sie harmlos, es sei denn sie fühlen sich bedroht - dann stechen sie zu. In der Regel schmerzt der Stich ein wenig, juckt nervig und es kommt zur Rötung und Schwellung der Haut. Nicht unbedingt angenehm, aber auch nicht lebensgefährlich.
Doch bei Menschen mit einer Insektengiftallergie reagiert das Immunsystem auf das Bienengift so heftig, dass es nicht nur eine lokale Reaktion verursacht, sondern eine allergische Reaktion, die im schlimmsten Fall in einem allergischen Schock gipfelt.
Hier heißt es handeln!

  • Sollten sie unter einer Insektengiftallergie leiden, versuchen Sie Stiche zu vermeiden. Natürlich können Sie den Bienen nicht befehlen, nicht zu stechen. Doch Sie können das Risiko eines Stiches verringern. Laufen Sie nicht barfuß über Wiesen. Achten sie beim Essen und Trinken auf die Bienen. Verhalten Sie sich möglichst ruhig, wenn eine Biene in der Nähe ist.
  • Reagieren Sie nicht über, aber reagieren Sie sofort!! Ein allergischer Schock ist lebensgefährlich und darf nicht unbehandelt bleiben.
  • Durch eine regelmäßige Impfkur können Sie sich gegen das Insektengift immunisieren.
  • Starker Blutdruckabfall, Blauverfärbung der Lippen, Krämpfe, Atemnot und Bewusstlosigkeit sind Symptome für einen allergischen Schock.
  • Vorzeichen für einen allergischen Schock (Symptome einer allergischen Reaktion) können sein: Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Herzrasen, Schweißausbruch, Hautrötung, Quaddelbildung, und Kopfschmerzen

  • Notfallset mit antiallergischen Medikamenten. Dazu gehören Kortison, Adrenalin und Antihistaminikum (sollte man stets bei sich haben, wenn eine Bienengiftallergie bekannt ist)
  • ein Mittel zum Kühlen der Stichstelle zur Minimierung der Schwellung
  • Handy für den schnellen Notruf
  • optimalerweise Pinzette zum Entfernen des Stachels

  1. Entfernen Sie den Stachel vorsichtig mit einer Pinzette aus der Haut. Achten sie darauf, dass der Stachel nicht abbricht. Haben Sie keine Pinzette zur Hand, versuchen Sie den Stachel vorsichtig mit dem Finger rauszukratzen. Auf keinem Fall ziehen oder drücken, da das die Verbreitung des Giftes begünstigt.
  2. Kühlen Sie wenn möglich die gerötete Stelle. 
  3. Suchen Sie einen Arzt auf, wenn es zu einer allergischen Reaktion kommt, oder rufen sie einen Notarzt.
  4. Falls die Allergie bei Ihnen bekannt ist und Sie ein Notfallset (bestehend aus Antihistaminikum, Kortison und Adrenalin) zur Hand haben, folgen sie den Anweisungen der Gebrauchsanleitung und warten Sie nicht auf den Arzt.
  5. Falls keine Atemnot vorliegt, bringen Sie den Patienten in die Schocklage, d.h. die Beine hochlegen. Ansonsten sollte der Betroffene aufrecht sitzen bleiben. Bei Bewusstlosigkeit bringen sie ihn in die stabile Seitenlage. Kommt es zu einem Kreislaufstillstand, muss Mund zu Mund Beatmung durchgeführt werden.
  6. Der Arzt wird Adrenalin zum Anregen des Herz-Kreislaufsystems, Kortison, um die Entzündung zu hemmen, und Antihistaminikum zur Behandlung der Allergie verabreichen.

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