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Wie befestigt und bepflanzt man eine Böschung?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:53
Die Heckenbuschlage wächst in die Böschung hinein und befestigt sie dauerhaft.

Um eine Böschung dauerhaft zu sicher und gleichzeitig schön, ansehnlich und natürlich zu gestalten, wählst Du am besten die Heckenbuschlage. Es handelt sich hierbei um eine kombinierte Befestigungsbauweise aus bewurzelten und unbewurzelten Pflanzen, die auch unter herkömmlichen Wetterbedingungen gedeihen. Dabei musst Du nicht jeden Tag die neue Böschung bewässern. Das macht die Natur ganz allein. 

Aber bis es soweit ist, liegt noch viel Arbeit vor Dir. Aber diese Arbeit wird sich lohnen, denn die Heckenbuschlage wächst in die Böschung hinein und befestigt sie dauerhaft.

  • Die Böschung, so wie sie vor Dir liegt, ist mesit durch Bodenerosion und Witterungseinflüssen entstanden, die immer mehr nach unten wandern wird.

  1. Damit Du diese natürliche Ausbreitung verhindern kannst, beginnst Du am Böschungsfuß mit einer Spitzhacke oder einem Spaten ca. 80 bis 100 cm tiefe Gräben auszuheben. 
  2. Der Abstand dieser Gräben bis zum Böschungskopf kann 2 - 3 m bedenkenlos betragen. Die Gräben sollten in sich aber immer waagerecht zum Böschungsfuß verlaufen um eine gleichmäßige Bewässerung zu gewährleisten. 
  3. Das Wasser verteilt sich so waagerecht in den Gräben und erreicht alle von Dir platzierten Pflanzen. Die Ausformung der Gräben ergibt im Schnitt ein Sägeblatt ähnliches Profil und bildet quasi eine Art Treppe. 
  4. Um das Regenwasser am Abfließen zu hindern, erhöhst Du den Neigungswinkel um 10-15 %. 
  5. Das wäre vergleichbar, als wenn Du die Trittstufe einer Treppe einfach in horizontaler Richtung neigen würdest. 
  6. Für diese Art der Böschungsbefestigung solltest Du beachten, dass bewurzelte und unbewurzelte Gehölze kombiniert werden müssen, um die Stabilität der Böschungsbefestigung zu gewährleisten. 
  7. Für die Buschlage eignen sich vor allem alle möglichen Weidenarten, sie dürfen keine Wurzeln besitzen. 
  8. Für die Heckenlage verwendest Du am besten Hainbuche, Haselnuss, Weissdorn oder Schlehengehölze. Diese sollten bereits einen guten Wurzelansatz erkennen lassen. 
  9. Die Bepflanzung ist ganz einfach. Die Gräben werden mit bewurzelten Gehölzen ausgelegt. Die Zwischenräume füllst Du mit den Weidenzweigen auf. Diese kannst Du am besten parallel nebeneinander anordnen. Immer bewurzelt neben unbewurzelt, das ist der Sinn der Heckenbuschlage. 
  10. Zum Schluss werden alle Gehölze mit dem Aushub der Gräben abgedeckt, den Du seitlich gelagert hast. So ist Böschungsbefestigung auf Dauer gesichert. 
  11. Du hast es geschafft und der Natur einen großen Dienst erwiesen.
  12. Aber eins sei gewiss, natürlichen Lebensraum zu schaffen, ist eine Pionierarbeit für das Fortbestehen unseres Lebens.

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