Foto: Shutterstock.com

Wie entkommt man aus Treibsand?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 13:48
Wer im Treibsand steckt wird zunächst die Horrorvorstellungen aus Filmen vor Augen haben.

Wer im Treibsand steckt, der wird zunächst einmal die Horrorvorstellungen aus den Hollywoodfilmen vor Augen haben, in denen die Schauspieler binnen Minuten im Treibsand für immer verschwinden und gemäß Drehbuch einen qualvollen Erstickungstod sterben müssen. 

So dramatisch ist Treibsand natürlich nicht. Dennoch kann das Feststecken im Treibsand, auch „Schwimmsand“ genannt, sich unter bestimmten Umständen zu einer lebensbedrohlichen Situation entwickeln. Und richtig ist in der Tat auch, dass es sehr schwierig ist, sich aus eigener Kraft wieder zu befreien. Je nach Beschaffenheit des Sand/Wasser-Gemisches kann dieser Versuch sogar unmöglich sein. Daher gibt es einige wichtige Regeln, die es unbedingt zu beachten gilt:

  • Prävention: Warnschilder beachten! Treibsand kann theoretisch überall dort auftreten, wo ein Sand- und Wassergemisch in der richtigen Konsistenz besteht. 
  • Besonders gefährlich sind Treibsandvorkommen aber in der Wattregion von Küstengebieten. Denn wer hier feststeckt, der hat beim Eintreten der Flut dann in der Tat ein lebensgefährliches Problem. 
  • Wo Treibsandvorkommen bekannt sind, da finden sich häufig auch entsprechende Warnschilder. Diese sollte man dann auch beachten und in diesen Regionen eine Wattwanderung vermeiden. 
  • Zudem sollte man grundsätzlich nie alleine Spazierengehen, wo sich Sand und Wasser treffen. Oder man sollte zumindest ein Handy für einen eventuellen Notruf bei sich führen.

  1. Wer nun leider doch in eine Treibsandfalle geraten ist, muss unbedingt Ruhe bewahren. Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass jede Bewegung die Situation noch verschlimmern wird. Denn durch Strampeln und Treten sackt der Körper noch tiefer in den Treibsand ein. 
  2. Keine unmittelbare Lebensgefahr! Überlegtes Handeln ist gefragt! Entgegen der Hollywood-Filme wird der menschliche Körper nie tiefer einsinken, als bis zur Hüfte. Wer allerdings bis zur Hüfte eingesunken ist, wird sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien können. 
  3. Unbedingt sollte sofort ein Notruf mit einer möglichst präzisen Beschreibung der Lage der Unfallstelle abgesetzt werden. 
  4. Auch wenn man zu zweit unterwegs ist, ist dennoch Vorsicht geboten. Denn schnell steckt der Retter auch fest. Ideal sind Bretter oder Baumstämme, die dem Feststeckenden gereicht werden und an denen er versuchen kann, sich aus dem Treibsand herauszuziehen. 
  5. Abwarten. Wer alleine ist und auf Hilfe wartet, der sollte möglichst jegliche Befreiungsversuche zunächst unterlassen. Mit der Zeit beruhigen sich die in Bewegung geratenen Sandkörner wieder. Dann besteht sogar die Möglichkeit, dass der Körper wieder Auftrieb erhält. Sobald man eine Lockerung verspürt, kann man dann versuchen, sich aus eigener Kraft zu befreien.

Kommentare