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Wie entnimmt man Bodenproben?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:46
Eine Bodenprobe wird meist dann entnommen, wenn man eine Bodenuntersuchung durchführen möchte.
Dabei unterscheiden sich die Methoden, wie man den Boden, für die jeweilige Untersuchung entnehmen muss. Diese Prozedur wird meist dann durchgeführt, wenn man den Nährstoff- und Humusgehalt, Bodenorganismen, Eigenschaften des Wasser- und Lufthaushaltes, die Druckempfindlichkeit sowie die physikalische Zusammensetzung, des Erdbodens bestimmen möchte. Dies ist wichtig, damit man weiß, für welchen Anbau der jeweilige Boden geeignet ist oder wie weit man ihn noch verändern muss, bis er die gewünschten Eigenschaften aufweißt.

  • Bei allen Messungen ist darauf zu achten, dass man die angegebene Tiefe und Abstände, der einzelnen Bodenproben beachtet. 
  • Denn sonst kann es dazu kommen, dass man einen falschen Wert des Bodens ermittelt. 
  • Weiterhin sollte man bei der Untersuchung, Handschuhe und eine Schutzbrille tragen, da man meist mit chemischen Mitteln die Untersuchung durchführt.

  • Je nachdem, welche Bodenuntersuchung man durchführt, braucht man andere Hilfsmittel und Messgeräte. 
  • Hierfür gibt es in Baumärkten oder Gartenfachgeschäften bestimmte Bodentestsets, mit denen es möglich ist, seinen eigenen Gartenboden, auf die verschiedenen Eigenschaften zu untersuchen. 
  • Ein solches Set enthält meist: Anleitung, Handbuch, ein Werkzeug um Bodenproben auf tieferen Schichten zu entnehmen, chemische Tests (die durch Farbveränderung die Nährstoffe des Bodens anzeigen) und Vergleichstabellen.

  1. Bevor man mit der eigentlichen Untersuchung beginnen kann, ist es wichtig die Messbereiche zu bestimmen und sie vorzugsweise zu markieren.
  2. Hierfür sollte man sich mindestens fünf verschiedene Stellen im Garten suchen, wo man Proben entnimmt. 
  3. Danach kann man damit beginnen die Bodenproben, mit dem dafür vorgesehenen Werkzeug, zu entnehmen. 
  4. Diese Einstiche sollten mindestens 10 bis 20 Zentimeter tief sein, um passende Erdproben zu erhalten. 
  5. Als Nächstes, wiegt man eine bestimmte Menge der Erde ab und gibt diese in eines der Gläser. 
  6. Nun wird eine chemische Lösung auf die Erde gegeben, wodurch sich die Farbe in dem Glas verändert.Um nun zu ermitteln, welche Nährstoffe sich in dem Boden befinden, muss man die Farbe in dem Glas, mit einer Farbtabelle vergleichen. 
  7. Hierbei ist darauf zu achten, dass man je nach Untersuchung einige Minuten warten muss, bevor man ein verwertbares Ergebnis erhält. 
  8. Sollte man beim ersten Versuch keine ausreichend gute Probe erhalten, empfiehlt es sich, den Vorgang an einer anderen Stelle des Gartens zu wiederholen.
  9. Auf fast dieselbe Weise (Abwandlungen stehen in der Anleitung) werden auch die anderen chemischen Untersuchungen, für die Eigenschaften des Bodens durchgeführt. 
  10. Beim Entsorgen der chemischen Lösungen ist auf die Anleitung im Handbuch zu achten, um eventuelle Umweltschäden zu vermeiden.

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