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Wie entsteht ein Regenbogen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:51
Ein Regenbogen ist vielen von uns schon häufig begegnet. Aber wie entsteht er eigentlich?

  • Natürlich kann die Schönheit des Regenbogens nur von denjenigen voll genossen werden, die auch alle Farben wirklich wahrnehmen können. Bei Farbenfehlsichtigkeit fallen einzelne Spektralfarben vollständig aus, für Farbenblinde ist der Regenbogen nur gelb-blau.

  1. Wie der Begriff schon suggeriert, hat es etwas mit Regen zu tun, nämlich mit der Luftfeuchtigkeit. Diese muss so hoch sein, dass sich erhebliche Mengen von feinen Wassertröpfchen in der Luft befinden. Und es bedarf einer bestimmten Beleuchtungssituation: Die Sonne steht hinter dem Betrachter und die Wasserwand befindet sich vor ihm.
  2. Nun entwickelt sich der Regenbogen als physikalisches Phänomen aufgrund natürlicher Gesetzmäßigkeiten: Das Sonnenlicht trifft auf die Wassertröpfchen und wird von ihnen wie durch Milliarden von Prismen in seine farblichen Spektralanteile aufgespalten, d. h. wir sehen statt des aus allen Farben „gemischten“ Lichtes, das uns „weiß“ erscheint, plötzlich die Spektralfarben, in der Regel von Blau über Gelb und Grün bis Rot. 
  3. Und die Beugung des Regenbogens ist ebenfalls auf eine physikalische Grundtatsache zurückzuführen, die etwas mit dem Eintritts- und dem Austrittswinkel des Lichtes in die Wassertropfen zu tun hat, weshalb die Krümmung des Regenbogens immer etwa 41 Grad ausmacht.
  4. Die Aufspaltung der Lichtwellen in der Vielzahl der Wassertropfen erfolgt nicht so rein und klar, wie dies in einem einzelnen Prisma der Fall ist, weshalb die Ränder und Farbübergänge im Regenbogen verschwimmen und es auch zu Sonderfällen, wie doppelten Regenbögen oder „umgekehrten Regenbögen“ mit den Farben in umgekehrter Reihenfolge kommen kann.
  5. Am dauerhaftesten kann man Regenbögen an großen Wasserfällen beobachten, wie z. B. am Niagara in Nord- oder am Iguacu in Südamerika, hier können Regenbögen scheinbar stundenlang an der gleichen Stelle verharren, was den vielen Sagen vom Schatz am Ende des Regenbogens seine Grundlagen gegeben hat.

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