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Wie erkennt man in der Natur ob und welche Pflanzen genießbar sind?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:48
Ob Früchte und Wildpflanzen, Kräuter oder Pilze, es gibt vielerlei Essbares.

Wenn man sich zum Trekking oder auch auf Expeditionen begibt, ist es äußerst wichtig, sich auf eventuelle Notsituationen einzurichten. Dazu gehört auch, sich für einige Tage von dem, was die Natur zu bieten hat, ernähren zu können.
Ob Früchte und Wildpflanzen, Kräuter oder Pilze, es gibt vielerlei Essbares, das durchaus zum Überleben in der Wildnis dient.
Ob essbar oder nicht, sollte man jedoch unbedingt vor Verzehr überprüfen, wenn man sich aus Freude am Survivalleben oder aus der Notsituation heraus mit pflanzlicher Kost ernähren möchte.

  • Am Wichtigsten ist der Grundsatz, wirklich nur das zu essen, was man kennt. Es gibt eine Reihe von giftigen und sogar tödlichen Pflanzen, die durchaus schmackhaft sind, wie etwa Efeu, Doldenblütler oder auch der Knollenblätterpilz. Der Geschmack täuscht hier über die große Gefahr hinweg.
  • Und auch nicht alles was gut riecht und ansprechend aussieht, ist essbar.
  • So ist zum Beispiel der Geruch von Mandeln oder Pfirsich bei Pflanzen ein Hinweis auf Blausäuregehalt. Solche Pflanzen sollte man sofort wegwerfen.
  • Generell gilt, die Bestandteile einer Pflanze einzeln und in kleinsten Mengen zu testen, bevor man sie großzügig verzehrt.

  1. Hierzu genügt es bereits, ein kleines Stückchen eines Blattes der Wildpflanzen zwischen den Fingern zu zermalmen und auf den Unterarm einzureiben. Fängt es nach kurzer Zeit auf der Haut an zu brennen oder entsteht sogar ein Ausschlag oder eine Schwellung, muss diese Pflanze dringendst gemieden werden.
  2. Hat die Pflanze nach einer gewissen Einwirkzeit keine Spuren auf der Haut hinterlassen, nimmt man ein Blatt vorsichtig zwischen die Lippen. Diese dürfen weder taub werden, noch darf es brennen, ansonsten muss die Pflanze weggeworfen werden.
  3. Man sollte allerdings eine Reaktionszeit von 3-4 Stunden unbedingt abwarten, um jedes Risiko zu vermeiden.
  4. Wenn man dies beachtet, findet man in der Natur auf kleinstem Raum eine Vielzahl von essbaren Pflanzen und Kräutern, die zudem auch noch als Heilmittel gegen Krankheiten und Verletzungen dienen können. Um sie zu finden, sollte man jedoch nie mehr Energie verbrauchen, als die Pflanze hergibt.
  5. Fazit ist, ganz lange zu trainieren, sich ein gutes Pflanzenkundebuch zuzulegen und nur, wen man ganz sicher identifizieren kann, mit welcher Pflanze man es zu tun hat, sie zu essen.
  6. Fehler können tödlich sein.

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