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Wie gräbt man eine Schneehöhle?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:48
Schneehöhlen sind als Notbiwak die perfekten Lebensretter für verirrte Wanderer gut geeignet.

Schneehöhlen sind als Notbiwak die perfekten Lebensretter für verirrte Wanderer in alpinen Gegenden und bilden eine sehr gute Alternative zum Zelt im Winter. Der abgeschlossene Innenraum der Schneehöhle lässt den eisigen Wind draußen. Hinzu kommt eine konstante Temperatur im Inneren von um die 0°C. Unter diesen Bedingungen können Personen einen Schneesturm sehr gut überleben.

Darauf sollten Sie achten!

  • Der Zugang zur Schneehöhle sollte falls möglich dem Wind abgewandt sein, damit keine kalte Luft in den Innenraum strömt. 
  • Die Decke sollte am Besten wie eine Kuppel geformt werden, um das kondensierte Wasser an den seitlichen Wänden herunter laufen zu lassen.
  • Für einen mehrtätigen Einsatz einer Schneehöhle, muss die Deckenkuppel über eine Mindestdicke von mehr als 1,5 m betragen. 
  • Weiterhin sollte der Schlafplatz im Innenraum erhöht liegen. Dadurch liegt die schlafe Person über den kälteren Luftschichten, die sich am Boden befinden.
  • Skistöcke oder Äste verhindern, dass das Luftloch zugeschneit wird. Ohne Luftloch entsteht die Gefahr im Schlaf zu ersticken. Ein erwachsener Mensch atmet pro Stunde etwa 600 Liter Luft. Ohne ausreichende Belüftung droht eine Kohlendioxidvergiftung.

Was brauche ich?

  • Eine Lawinenschaufel für den Aushub der Höhle.
  • Zusätzlich kann eine Schneesäge den Aufbau erleichtern.
  • Skistöcke oder Äste

So geht´s:

  1. Finden Sie eine geeignete Stelle - Sehr gute Plätze zum Bau von Schneehöhlen finden Sie überall dort, wo sich Schnee anstaut. Dies kann an einem an einem Hang oder bei Schneeverwehungen passieren. Dort ruht der Schnee meistens in eine Dicke, die für ihr Vorhaben ausreichen sollte. Jedoch sollte der Schneeberg mindestens eine Höhe von einen halben Meter erreichen.
  2. Das richtige Graben - Zu Beginn muss ein schmaler Durchgang in Richtung des Hangs gegraben werden. Dieser dient ihnen als Ein- und Ausgang in die Höhle. Danach erfolgt das Ausheben des Schlafbereichs, der wie bereits beschrieben erhöht liegen sollte. Der Boden der Höhle sollte eingeebnet werden, um das Verrutschen von Gegenständen und Person zu verhindern. Zum Abschluss wird die Deckenkuppel geglättet. Das Kondenswasser kann dann ungehindert abfließen.
  3. Einrichtung des Innenraums - Wer die Schneehöhle länger in Anspruch nehmen sollte, kann mit der Lawinenschaufel zusätzlich Ablagefächer aus dem Schnee stechen.
  4. Zuletzt sollten sie ein Luftloch anlegen indem Sie Skistöcke oder Äste seitlich durch die Schneedecke stecken.
  5. Damit andere Personen oder Tiere nach ihrem Auszug aus der Höhle nicht einstürzen, sollten Sie den Aufbau abreißen.

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