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Wie kommt man in der Natur notfalls an Wasser?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:52
Ohne Trinkwasser kann man kaum länger als 3 Tage überleben.

Endlich ist es so weit. Auf gehts zum lang ersehnten Campingausflug. Im Nu ist Zelt, Schlafsack und Co. eingepackt und los geht es. Doch am Urlaubsort angekommen fällt auf: die Trinkflasche ist bereits leer und weitere Flaschen einzupacken hat man vergessen. Ein Fluss, aus dem man trinken könnte oder eine andere Möglichkeit an Trinkwasser heranzukommen gibt es nicht. Aber was nun? Ohne Trinkwasser kann man kaum länger als 3 Tage überleben. Danach kann es bereits gefährlich werden. Für solch einen Fall gibt es jedoch eine einfache aber geniale Notlösung.

  • In jedem Fall muss man sich in einem gut begrünten Wald befinden oder zumindest in der Nähe einiger Bäume befinden, denn man benötigt viele grüne, frische Blätter, da in Ihnen genügend Wasser zu finden ist. 
  • Weiterhin benötigt man Frischhaltefolie oder eine Art Plane ca. im A3-Format. Zusätzlich werden noch 6 größere Steine und eine Schaufel zum Graben gebraucht. 
  • Alternativ ließe sich dies jedoch auch mit der Hand erledigen. Zuletzt benötigt man noch ein Gefäß um das saubere Wasser aufzufangen (etwa der abgeschnittene, untere Teil einer PET-Flasche).

Wie funktionierts?

  1. Zunächst muss ein etwa 20-30 cm tiefes Loch gegraben werden. Der Durchmesser sollte ca. 5 cm kleiner sein als die Frischhaltefolie bzw. Plane. 
  2. Nun kommen die Blätter in das Loch und das Gefäß direkt in die Mitte. Dann wird das Loch abgedeckt und die Steine werden zum Beschweren der Folie/Plane an den Rand gelegt. 
  3. Der leichteste Stein kommt in die Mitte der Folie direkt über das Auffanggefäß, sodass eine leichte Trichterform entsteht. 
  4. Nun heißt es nur noch warten. Das Wasser in den Blättern wird langsam verdampfen und an der Abdeckung kondensieren. 
  5. Von der Plane aus wird das kondensierte Wasser dann in das Gefäß tropfen. 
  6. Nach etwa einer Stunde sollte das erste trinkbare, hart erarbeitete Wasser im Gefäß zu finden sein. Dieses kann man völlig ohne Bedenken trinken. 
  7. Nach ein paar Stunden sollte man jedoch die Blätter austauschen, da sie mit der Zeit immer weniger Wasser abgeben werden.
  8. Wer sehr ungeduldig ist, sollte sich ein sonniges Plätzchen für das zu grabende Loch suchen. Denn hier wird das Wasser deutlich schneller verdampfen als im Schatten. Im Übrigen wird dieser Trick im Sommer deutlich besser funktionieren als im Herbst oder Frühling, da die höheren Temperaturen das Verdampfen beschleunigen.

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