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Wie legt man ein Glashaus an?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:43
Unabhängigkeit von klimatischer Lage und überraschenden Wetterkapriolen.

Wer Blumen aus eigener Zucht bewundern oder gesundes Gemüse aus eigenem Anbau genießen möchte, für den ist ein eigenes Glashaus ein hilfreicher Weg in die Unabhängigkeit von klimatischer Lage und überraschenden Wetterkapriolen.

  • Eine gemeinsame Wohlfühltemperatur für alle Pflanzen gibt es nicht! 
  • Ein falscher Standort beeinträchtigt das Wohlbefinden von Pflanzen und
  • Betrachter.
  • Konstruktionen mit zu flachen Dächern leiden unter Regen- und Schneelasten
  • Pflanzen wachsen! – das wird beim Platzangebot oft nicht bedacht.

  • Die richtige Wahl (Kalt – oder Warmhaus, temperiertes Gewächshaus)
  • Der richtige Standort (abhängig von der Wahl der Art des Glashauses)
  • Das richtige Material (Glas oder Folie, Metall- oder Holzrahmen)
  • Die richtige Konstruktion (Größe, Stabilität)
  • Die richtige Ausrüstung (Inneneinrichtung, Licht, Wasser, Heizung)
  • Die richtige Bepflanzung (Jungpflanzen, „Dauergäste“)
  • Die richtige Pflege (Schimmel, Keime und Rost im Treibhausklima bekämpfen)

  1.  Je nach Auswahl der darin in Zukunft kultivierten Pflanzen wird die Entscheidung für ein Kalthaus mit einer Temperatur unter zwölf Grad Celsius, ein Warmhaus für Temperaturen über achtzehn Grad Celsius oder ein zwischen zwölf und achtzehn Grad Celsius temperiertes Glashaus getroffen.
  2. Abhängig von der Wahl des Glashauses wird ein Standort gesucht, der viel Licht und, vor allem bei Warmhäusern, so viel Sonne wie möglich bietet. Pflanzen lieben vor allem Morgensonne. Das Glashaus soll keinen Störfaktor für die Ausgewogenheit und Optik der restlichen Gartenanlage darstellen.
  3. Ob in Eigenregie geplant und aufgestellt oder mit Hilfe eines Bausatzes: Glas ist schwieriger zu verarbeiten als Spezialfolien. Die Materialien für die Verlattung und die lichtdurchlässigen Wandmaterialien werden je nach handwerklichem Geschick und Kostenplanung gewählt. Dachfenster, Isolierung, künstliches Licht oder Verdunklung, eine Bewässerungsmöglichkeit, Tische oder Regale sowie gegebenenfalls eine Heizungsanlage erlauben anschließend die Bepflanzung des Glashauses.
  4. Junge Pflanzen, die nur bis nach den ersten Nachtfrösten im Gewächshaus bleiben müssen, können später ins Freiland umgesiedelt werden, Obst und Gemüse profitieren ganzjährig vom Klima des Glashauses und vom Schutz vor Schädlingen.
  5. Nach Aufbau und Bepflanzung ist die tägliche Pflege von Pflanzen und Glashaus wichtig: mangelhafte Reinigung, häufig benutzte Erde und das feuchte Klima leisten der Bildung von Schimmel und Krankheitskeimen Vorschub.

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