Foto: Shutterstock.com

Wie macht man ein Lagerfeuer?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 13:44
Lagerfeuer lassen sich selbst unter den wiedrigsten Wetterumständen, selbst bei Regen, entzünden.

Ohne ein zünftiges Lagerfeuer, am besten noch von Gitarrenklängen begleitet, ist der Abenteuer- oder Campingurlaub nur halb so viel wert. Nicht dass, das Lagerfeuer nur Wärme spendet, es eignet sich auch perfekt, um ein Würstchen oder ein Stück Fleisch zu braten. Ein weiterer Nutzen, vielleicht nicht im dichtbesiedelten Europa, doch fernab in der Wildnis ist die zusätzliche Lichtquelle, und den zu neugierig gewordenen wilden Tieren lässt sich ebenfalls die Lust an einem Extrahappen mit einem Lagerfeuer vertreiben.
Lagerfeuer lassen sich selbst unter den wiedrigsten Wetterumständen, selbst bei Regen, entzünden, die Frage ist halt nur wie?

  • Wichtig ist eine geeignete Stelle zu finden und diese dann sachgemäss zu präparieren. 
  • Nicht zu vergessen ist das sachgemässe Löschen eines Feuers, bei dem unbedingt darauf zu achten ist, dass die ganze Glut gelöscht wird.

  • Eine kleine Kuhle ausheben ist eine Lösung, dabei sollte allerdings darauf geachtet werden, dass ein gewisser Sicherheitsabstand zu den umliegenden Bäumen und Sträuchern – empfehlenswert ca 50 m - gewährleistet bleibt. 
  • Die Kuhle darf jedoch nicht zu tief sein, denn sonst wird das Feuer auf Grund von einer mangelnden Sauerstoffzufuhr kaum lange brennen.
  • Eine weitere Alternative bietet sich wenn sich gröβere Steine in der Umgegend befinden. Mit diesen lässt sich einfach ein Ring formen, der schützt und zugleich als Aufsatz für Kochgeschirr dienen kann. 
  • Wers richtig hoch lodern sehen will, baut aus langen trockenen Ästen ein Pyramidenfeuer, das einem Dreibein gleicht.

  1. Ein nicht so intensiv flammendes, jedoch sparsames Lagerfeuer ist das Sternfeuer, bei dem zuerst ein kleines Feuer in der Mitte entzündet wird und danach die Äste, die an der Stirnseite abbrennen, sorgsam von Auβen nach Innen nachgeschoben werden.
  2. Zum Anzünden eines Feuers eignet sich neben Papier, ausgetrocknetes Geäst und Gehölz, ferner dienen getrocknete Baumrinde, oder ausgetrocknetes Laub. 
  3. Alles sollte beim Entzünden des Feuers möglichst klein gerieben oder gebrochen sein. Mit dem Wachsen des Feuers nimmt auch die Stärke des verwendeten Materials zu. 
  4. Um dieses Grundfeuer herum wird dann das jeweilige Lagerfeuer aufgebaut, neben den oben erwähnten Arten gibt es noch: das Pagodenfeuer, das Jägerfeuer und das Gitterfeuer.
  5. Chemisches Material zum Anzünden benutzen nur Laien. Ein echter Abenteurer wird auf solche Hilfsmittel verzichten.
  6. Bei der Auswahl des Holzes sollte wenn möglich wegen des Harzes in den Nadelhölzern, die einen starken Funkenschlag verursachen, auf diese verzichtet werden. Hartes, trockenes Holz von Buche, Eiche, Esche, Ahorn, Birke und Ulme brennt am besten.
  7. Unbedingt darauf zu achten ist, dass die ganze Glut gelöscht wird.

Kommentare