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Wie schützt man sich gegen Zecken?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:47
Zecken sind eine der Gefahren wenn man sich gerne in der Natur bewegt.
Es reicht jedoch auch wenn man gerne Gartenarbeit verrichtet oder ein Haustier hat, um zu den Risikogruppen für einen Zeckenstich zu gehören. Entgegen landläufiger Meinungen stechen Zecken und beißen nicht. Genauso übertragen sie nicht nur die oftmals in den Medien propagierte Frühsommer-Meningoenzephalitis, sondern noch eine Vielzahl anderer Infektionskrankheiten wie beispielsweise die sehr gefährliche und auf der ganzen Nordhalbkugel verbreitete Lyme-Borreliose. Auch andere bislang eher unbekanntere Infektionskrankheiten wie Babesiose, Bartonellen, Mykoplasma oder Anaplasmose können durch einen Zeckenstich übertragen werden. Oftmals sind diese schwer zu diagnostizieren und behandeln. Deswegen ist es das schlauste, sich vor den Blutsaugern von vorneherein zu schützen.

  • nur eine  FSME Schutzimpfung bietet 100% Schutz vor Frühsommer-Meningo-Enzephalitis.
  • gegen Borreliose gibt es derzeit noch keinen Impfstoff.

  1. Ein wichtiger Schutz vor Zecken, ist es zuallererst ein Bewusstsein für deren Gefährlichkeit zu entwickeln. Wenn man sich dessen bewusst ist, passt man generell besser auf. 
  2. Konkret, heißt dies vor allem auch, dass man sich nach potentieller Exposition durch Zecken, sprich nach Aufenthalten im Freien, gründlich absucht, ob irgendwo eine Zecke als blinder Passagier mitgereist ist.
  3. Häufig suchen die Zecken über längere Zeit nach einer geeigneten Stichstelle. Dabei bevorzugen sie warme und feuchte Stellen am Körper.
  4. Diese gilt es besonders gut abzusuchen. Um sich von vorneherein vor einer Zecke zu schützen,werden im Handel diverse Sprays angeboten.
  5. Keines von diesen konnte bei einem Test durch Stiftung Warentest allerdings nachhaltig überzeugen. Oft verflog der Schutz recht schnell und die anwendende Person wog sich in falscher Sicherheit.
  6. Ein Tipp zur Risikominimierung ist lange Kleidung, mit möglichst wenigen Möglichkeiten für die Zecke zum "Einstieg".
  7. Einige Experten empfehlen möglichst helle Kleidung, um Zecken möglichst gut zu sehen und gleichzeitig bei Aufenthalten im Wald die Hose in die Socken zu stecken.
  8. Nach einem Aufenthalt in besonderen Risikobereichen ( Wald, Unterholz, hohes Gras) sollte man neben dem Absuchen des Körpers auch die getragene Kleidung berücksichtigen. 
  9. Diese sollte man zum Abtöten von möglichen Zecken in den Trockner tun, um diese so abzutöten. Denn Zecken sind äußerst langlebige, zähe Tiere und können über längere Zeit beispielsweise in Hosen überleben.
  10. Wenn man dann die Hose das nächste Mal anzieht und möglicherweise gar nicht in die freie Natur geht und dementsprechend auch nicht an die Gefahr durch Zecken denkt, ist die Gefahr dann besonders hoch. Bei nähergehenden Fragen rund um die Problematik Zecke und Krankheiten ist man am besten beim Borreliose und FSME Bund Deutschland e.V aufgehoben.

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