Foto: Shutterstock.com

Wie verhält man sich bei einer starken Strömung im Meer?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 13:45
Nur wenige Menschen wissen, was ein "Brandungsrückstrom", auch Rip-Strömung oder Riptides sind.

In den USA bekannt, in Europa kaum. Nur wenige Menschen wissen, was ein "Brandungsrückstrom", auch Rip-Strömung oder Riptides genannt, ist. Dabei können diese starken und schnellen Wasserbewegungen, die vom Strand in Richtung offenes Meer fließen, fast überall auftreten. Knapp 80 Prozent aller Einsätze von Rettungsschwimmern derzeit sind zurückzuführen auf Riptides. 
Das kann ziemlich schnell passieren: Vor Stränden entstehen oft Sandbänke. Ist nun der Wind stark auflandig,
werden die Brandungswellen durch die Sandbänke abgebremst und können nicht wieder ins offene Meer strömen. Das Wasser sucht sich einen anderen Weg und drückt an einer beliebigen Stelle eine Lücke in die Sandbank. Riptides kann man sich also wie einen Fluss im Meer vorstellen.
Da das Wasser an dieser Stelle nun gebündelt zurückströmt heißt das, es fließt sehr, sehr viel Wasser durch diese eine Öffnung. Die Richtung dabei ist klar, es geht hinaus ins offene Meer!

  • Befindet sich ein Badender in einer Rip-Strömung, wird er in der Regel dagegen anschwimmen um an den Strand zu gelangen. Nicht wissend, dass er sich in einer Riptide befindet, wird er mit der Zeit ermüden und es besteht die Gefahr zu ertrinken.
  • Wichtig: Ein Brandungsrückstrom ist kein Sog der einen in die Tiefe zieht! Eine Riptide kann einen Schwimmer ins offene Meer hinaustreiben. Beste Möglichkeit dem zu entkommen: Zur Seite wegschwimmen!
  • Meist ist die Rip-Strömung nur ein paar Meter breit, dafür kann sie einige hundert Meter lang sein. Die andere Variante wäre, sich auf das offene Meer treiben zu lassen um anschließend seitwärts aus der Strömung zu schwimmen Richtung Strand.
  • Man sollte die Wetterbedingungen immer im Auge behalten. Solange Windstille herrscht und das Meer ruhig ist, besteht kein Risiko. Bei auflandigem Wind, oder stärkeren Wellen, ist das Risiko hingegen hoch. Man sollte das Wasser besser meiden!
  • Besser als ins Meer hinaus zu schwimmen ist es, immer parallel zur Küste zu schwimmen.

  1. Baden am Strand kann gefährlich sein. Ganz besonders dann, wenn Sie nicht schwimmen können. Wollen Sie denoch ins Wasser gehen, entscheiden Sie sich für eine Stelle, an der Sie noch stehen können. Noch besser: Lernen Sie schwimmen!
  2. Gehen Sie nie allein ins Wasser. Solange einer den anderen im Auge behält, ist das Risiko eines Badeunfalls geringer.
  3. Wird der Strand von Rettungsschwimmern überwacht, gehen Sie nur in dem gekennzeichneten Bereich ins Wasser.
  4. Rufen Sie nicht aus Spaß um Hilfe!
  5. Beachten Sie die Wetterbedingungen und die Wassertiefe. Bei ablandigem Wind wird das Wasser an der Küste kalt und die Gefahr von Feuerquallen steigt. Auflandiger Wind kann Riptides verursachen. 
  6. Geraten Sie in eine gilt: Ruhe bewahren und sich mit dem Rückstrom treiben lassen. Sobald die Strömung nachlässt, können Sie seitlich versetzt zurück an den Strand schwimmen.
  7. Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie an einer unbekannten Stelle im Meer baden möchten.
  8. Lassen Sie Kinder nie unbeaufsichtigt und allein ins Wasser gehen.
  9. Besser als ins Meer hinaus zu schwimmen ist es, immer parallel zur Küste zu schwimmen.

Kommentare