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Wie verhält man sich in Seenot? - So gehen Sie vor!

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:27
Ganz egal, warum oder weshalb man in Seenot gerät - man muss wissen, was gemacht werden muss, damit man diese Situation so heil wie möglich übersteht.
"Mann über Board" - und schon ist der Passagier weg. Doch was muss dieser machen, wenn er nicht mehr auf das Schiff kann? Ist es sinnvoll Richtung Land zu schwimmen, wenn man weiß, wo das Land ist bzw. soll man sich wild bewegen, damit man aufgewärmt bleibt? Wichtig ist, dass die Person, welche in Seenot gerät, erstmals Ruhe bewahrt und einen kühlen Kopf behält.

Verhaltensregeln in Seenot

Eine Faustregel besagt, dass der Mensch in kaltem Wasser genauso lange bei Bewusstsein bleiben kann, wie die Temperatur des Wassers ist. Bei einer Temperatur von 8 Grad wird der Mensch nach rund 8 Minuten bewusstlos. Somit ist es wichtig, dass die Kleider anbehalten werden, da diese als Wärmequelle dienen. Es ist auch nicht sinnvoll, wenn man wie wild zu Schwimmen beginnt. Denn der enorme Energieverbrauch sorgt dafür, dass der Körper ebenfalls auskühlt. Somit hilft bei kaltem Wasser nur die "Kugel". Die Beine werden angezogen, die Arme werden an den Körper gedrückt - so kühlt der Körper nur sehr langsam aus.


Aber neben dem kalten Wasser sind auch Tiere eine etwaige Gefahr. Vor allem Möwen greifen gerne empfindliche Körperteile ober Wasser an. Somit sollten in erster Linie die Augen geschützt werden - dies kann mit einer Sonnenbrille oder auch mit den Händen vor den Augen gemacht werden.

Je nachdem, wo man in Seenot geraten ist, ist es auch möglich, dass in der Nacht Haie kommen. Sollte ein Hai tatsächlich vorbeikommen ist es wichtig, dass Ruhe bewahrt wird. Beginnt man zu zappeln, so denkt der Hai, dass es auch ein kranker Fisch sein könnte und attackiert den Menschen.

Es ist aber auch möglich, dass man mit seinem Boot in Seenot gerät. Grund dafür ist oftmals die Strömung, welche das Boot auf das offene Meer treibt, sodass die Orientierung verloren geht. Wer hier ruhig bleibt und denkt, irgendwann werde ich gefunden, der irrt. Wichtig ist, dass Signale von sich gegeben werden. Das Heben wie Senken der Arme gilt als Notfallsignal; ebenfalls können mit dem Ruder und der Kleidung Fahnen gebastelt werden. Desto höher das Signal über dem Meeresspiegel ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Rettungskräfte aufmerksam werden. Zudem empfehlen Experten, dass es - auch bei kleinen Ausflügen - wichtig ist, eine Schwimmweste bzw. eine Seenotrakete wie auch eine Taschenlampe dabei zu haben.
Sollte die Verzweiflung groß sein, so muss man dennoch einen kühlen Kopf bewahren. Viele Menschen, welche Durst bekommen, möchten sodann Meerwasser trinken. Das ist jedoch gefährlich, da das Meerwasser einen hohen Salzgehalt aufweist. Durch den hohen Salzgehalt muss der Körper mehr Flüssigkeit produzieren, sodass bei einem Liter Meerwasser rund 1,5 Liter Flüssigkeit vom Körper verloren gehen. Ein gefährliches Unterfangen.

In Seenot zu geraten ist keine Schande. Wichtig ist, dass sich die Personen zu helfen wissen bzw. einige Tipps und Tricks anwenden, um wieder an Land zu kommen...

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