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Wie wird man Imker? - Ein süßer Beruf

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:25
Honig ist lecker, süß und schimmert im Sonnenlicht wie flüssiges Gold.

Berufung Imker - Honig ist lecker, süß und schimmert im Sonnenlicht wie flüssiges Gold. Er ist ein köstliches Naturprodukt, ohne das sich viele Menschen ihren Frühstückstisch gar nicht mehr vorstellen können. Doch um ihn herzustellen, brauchen wir Bienen... Und um an ihn heranzukommen, brauchen wir Imker. Doch wie wird man eigentlich Imker?


iche!" target="_self">Bienen sind Wildtiere. Ihr Stich kann gefährlich sein.
  • Bienen besitzen eine große ökologische Bedeutung. Sie bestäuben Wild- und Kulturpflanzen und tragen dadurch erheblich zu deren Erhalt bei. Die Imkerei trägt somit zum Umweltschutz bei.
  • Bienen sind vom Aussterben bedroht. Eingeführte Bienenarten aus anderen Teilen der Welt haben auch Schädlinge eingeführt, gegen die einheimischen Bienen keine Abwehrkräfte besitzen. Zusätzlich ist das Immunsystem der Stämme durch die industrialisierte Landwirtschaft geschwächt.
  • Traumberuf Imker

    • In Deutschland gibt es ca. 85000 Imker, von denen nur ca. 5% die Imkerei professionell betreiben. Die restlichen Imker sind Hobbyimker. Die Imkerei lässt sich in einem Lehrberuf erlernen. Die Berufbezeichnung lautet dann Tierwirt, Fachrichtung Imkerei. Trotzdem kann man auch Imker werden, ohne eine offizielle Ausbildung absolviert zu haben. 
    • Allerdings sollte man dazu bestimmte Voraussetzungen erfüllen, denn die Imkerei ist nicht ohne. Viele Volkshochschulen oder Naturschutzvereine bieten Schnupperkurse an, um Interessierte über die Imkerei zu informieren. Besteht nach dem Besuch eines solchen Kurses immer noch Interesse an der Imkerei, empfiehlt es sich, wie folgt vorzugegehen:
    • Zunächst sollte man sich an einen Imkerverein zu wenden. Dort kann man entsprechende Lehrgänge besuchen und sich einen "Imkerpaten" zur Seite stellen lassen, der einen bei den ersten Schritten unterstützt.
    • Will man nun ernsthaft mit der Imkerei beginnen, braucht man zunächst ein entsprechendes Grundstück für die Bienenstöcke und einen Lagerplatz für die Gerätschaften.
    • Zu Beginn braucht man genügend Kapital um die Imkereigeräte zu kaufen. Unter Umständen kann man sich auch bei einem Imkerverein die entsprechenden Imkereigeräte ausleihen.
    • Zeit ist auch ein wichtiges Element bei der Imkerei. Zeitweise muss man sich mehrmals pro Woche einige Stunden für die Arbeit mit den Bienenstöcken nehmen.
    • Die Bienenhaltung muss der zuständigen Behörde, meist dem Veterinäramt, gemäß der Bienenseuchen-Verordnung gemeldet werden.
    • Als Anfänger sollte man im ersten Jahr nicht mehr als drei Bienenvölker betreuen. Zum Vergleich: Um von der Imkerei leben zu können, braucht man ca. 30 Bienenvölker.
    • Hat man mehrere Jahre erfolgreich in der Imkerei Erfahrungen gesammelt, kann man eine Gesellenprüfung bei der Landwirtschaftskammer ablegen.
    • Alternativ kann man auch die dreijährige Lehre bei einem staatlich anerkannten Ausbildungsbetrieb ablegen.

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