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Zuschnitt von Bäumen und Sträuchern im Herbst - Was muss man beachten?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:30
Bäume und Sträucher brauchen, um in Form zu bleiben, jährlich einen „Fasson-Schnitt“.
Der Zuschnitt von Bäumen und Sträuchern ist besonders bei Kernobst-Bäumen wichtig, damit sie nicht verwildern. Die Kraft muss in das Wachstum der Früchte gehen. Bei zu hohem oder zu dünnem Wuchs, ist ein kräftiger Rückschnitt oft die beste Lösung. Kranke und morsche Äste werden entfernt. Damit der Baum nicht „ausblutet“, sollten die „Wunden“ (Schnittflächen) mit Baumwachs verschmiert werden.

Hilfreiche Tipps für den Zuschnitt von Bäumen&Co

Der Herbstschnitt für Bäume, Stauden, Sträucher und Gehölze

Im Allgemeinen wird das ältere, nicht mehr blühende Holz bei laubabwerfenden Pflanzen entfernt, damit die jungen Triebe ausreifen können. Werden im Oktober Obstbäume gepflanzt, sollte dabei beachtet werden:

  • beschädigte Wurzeln bis in das gesunde Gewebe zurück schneiden
  • oberirdische Pflanzenteile angemessen kürzen, um das Gleichgewicht zwischen Wurzel und Pflanze zu wahren
  • Konkurrenztriebe entfernen


Wachsen am gesunden Baum die Hauptäste zu dicht, muss sorgsam ausgedünnt werden. Die überflüssigen Äste werden glatt am Stamm abgesägt. Die Symmetrie des Baumes sollte erhalten bleiben.

Tipp: Muss ein großer Haupt-Ast entfernt werden, sollte er Stück für Stück abgesägt werden, damit der schwere Ast nicht ein Stück Stamm herausreißt.

  • Walnussbäume müssen im Herbst geschnitten werden, weil sie im Frühjahr beim Schneiden stark „bluten“ würden. In der Regel nur kleine Triebe herausschneiden. Ist es notwendig, einen großen Ast zu entfernen, muss die Wunde „verätzt“ werden.
  • Stauden können (müssen aber nicht) im Herbst bis über dem Boden (etwa eine Handbreit) gekürzt werden. Verwelktes, verfaultes und „matschig“ aussehendes Laub und Gestrüpp wird aber meist abgeschnitten, da es kein schöner Anblick ist und im Frühjahr die Bodenpflege behindern würde. Außerdem werden dadurch die Stauden zu einem kräftigen, neuen Austrieb im Frühjahr angeregt.
  • Bitte beachten: Bereits gebildete Überwinterungsknospen nicht mit entfernen!
  • Edel- und Beetrosen Ende Oktober leicht zurückschneiden. Welke Blüten und Knospen entfernen, Wurzeltriebe abtrennen. Kräftige, neue Triebe unangetastet lassen. Der endgültige Rückschnitt erfolgt erst im Frühjahr.
  • Weinreben sind mehrjährige Obst-Gehölze. Sie benötigen, außer einem Klettergerüst, auch einen regelmäßigen Schnitt. Dieser erfolgt im Winter, da die Pflanze in dieser Zeit nicht im Saft steht.
  • Himbeersträucher tragen einjährige Ruten und werden nach der Ernte bodennah abgeschnitten.

 

Zurückschneiden der Kübelpflanzen

Der Zuschnitt von Bäumen und Sträuchern betrifft auch Kübelpflanzen.
Vor den ersten Nachtfrösten sind der Umzug von Engelstrompeten, Fuchsien, Margeriten oder Wandelröschen in das Winterquartier notwendig. Zuvor werden die Kronen der Kübelpflanzen zurückgeschnitten, kranke Triebe und abgestorbene Blätter entfernt.
Mit diesen vorbeugenden Maßnahmen werden keine Blattkrankheiten und Schädlinge in das Winterquartier eingeschleppt.

Säulenbäume (Birnen, Pflaumen, Pfirsiche, Kirschen) werden regelmäßig geschnitten. An Säulenkordonen werden im Winter die Fruchtspieße ausgedünnt, Neutriebe bis auf ein Blatt zurückgenommen.

Fazit

Als Winterschutz mit Lauberde die Stauden „anhäufeln“. Junge Gehölze können gegen Frost und Austrocknung mit Kokosmatten oder Schutzgewebe „eingepackt“ werden. Der regelmäßige Zuschnitt von Bäumen und Sträuchern sowie Ziergehölzen fördert das gesunde Wachstum, den Fruchtstand und ein schönes Aussehen.

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