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Beachvolleyball Regeln – Das gibt es zu wissen!

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:27
Es ist der Sport der knappen Höschen und Sonnenbrille - Beachvolleyball.
Seine Entwicklung vom Randsport zum Trendsport ist schon beeindruckend. Doch was viele unterschätzen: professionelles Beachvolleyball ist viel mehr als schöne, durchtrainierte Menschen.

Beachvolleyball Regelwerk

  • Kaum eine andere Sportart muss sich so sehr gegen Sexismus-Vorwürfe wehren wie Beachvolleyball. In den 1990er Jahren haben die Funktionäre des Weltverbandes für Aufregung gesorgt. Sie legten fest, dass Frauen nur noch im „sexy“ Einteiler spielen sollen. Im Jahr 2000 wurde die Kleiderregel erneuert - Bikinipflicht für aktive Beachvolleyballerinnen heißt es nun.
  • Ziel war es die Attraktivität der Sportart zu erhöhen. Da die Führungsriege fast ausschließlich aus Männern besteht, ist der aus den Regelungen resultierende feministischer Aufschrei verständlich. Es fielen öfters Begriffe wie „lüsterne alte Knacker“ und „Voyeurismus-Volleyballer“.
  • In Volleyballkreisen selbst ist man froh, nicht mehr in schlabbrigen Hosen und Shirts zu spielen. Enge Trikots sind im Sandspiel einfach vorteilhafter und vermeiden unnötige Netzfehler. Dennoch hat man sich zu den Olympischen Sommerspielen 2012 in London besinnt und neben langärmeligen Oberteilen auch lange Hosen offiziell zugelassen.
  • Beachvolleyball ist aber nicht nur wegen seiner knappen Kleidung ein beliebter Zuschauersport geworden, auch die leicht skurril anmutenden Handzeichen im Rücken sorgen für Unterhaltungswert. Hinter jenen steckt aber eine tiefgründige Logik zur Organisation des Spielablaufs. Ein Beachvolleyballteam besteht aus zwei Spielern.
  • In den professionellen Kreisen teilen sich die Spieler in Feldwehr und Block auf. Die Handzeichen geben dem aufschlagenden Spieler die Anweisung, wie der Schlag zu spielen sei.
  • Man kann zwischen Longline, einen Schlag geradeaus, oder der Diagonalen wählen. Nicht nur der Aufschlag wird über diese Handzeichen geregelt. Vor allem deuten die Zeichen die Blockstellung des Spielers an.
  • So kann sich der Feldwehr-Spieler auf die jeweils nicht gedeckte Seite konzentrieren und gegnerische Bälle abwehren. Sonst unterscheidet sich Beachvolleyball nicht erheblich von seinem größeren Bruder Volleyball.
  • Ein Spiel geht über zwei Gewinnsätze, wovon die ersten beiden bis 21 Punkte gespielt werden. Ist bis zum zweiten Satz nur eine Patt-Situation zwischen den Teams erreicht worden, muss der dritte und letzte Satz über Sieg oder Niederlage entscheiden. Allerdings wird dieser nur bis zu 15 Punkten gespielt. Um einen Satz für sich zu entscheiden, benötigt ein Team einen Zwei-Punkte Vorsprung, sonst wird der Satz unbegrenzt verlängert.
  • Allerdings gelten diese Regeln nur für den Profi-Sport. Um sich einen gemütlichen Strandtag zu machen, benötigt man lediglich einen Ball und gute Freunde. So macht Beachvolleyball auch viel Spaß.

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